Nachdem Unbekannte in den Erzinger Rebbergen Vögelnistkästen zerstört haben, ist der Erzinger Erich Hertkorn stocksauer: denn jetzt beginnt die zweite Brutzeit. Der ehemalige Hobbywinzer und Naturfreund hatte an mehreren Rebhütten Nistkästen für verschiedene Singvögel aufgehängt, die allesamt besetzt waren. Glücklicherweise waren die Jungvögel von Kohl- und Blaumeise sowie vom Feldsperling schon ausgeflogen, als die Kästen heruntergerissen wurden.

130 Nistkästen in seiner Obhut

Der pensionierte Polizeibeamte betreut seit Jahren in Klettgau und Umgebung über 130 Nistkästen, die vormals der einstige Ortsbaumeister Alois Amann unter seiner Obhut hatte. Mit ihm zusammen hat er Projekte wie beispielsweise das Rauchschwalben-Monotoring durchgeführt, außerdem war er im Rahmen des Interreg IV-Programms beim Projekt zur Wiederansiedlung von Wiedehopf, Wendehals, Gartenrotschwanz und Steinkauz in der Region beteiligt.

Aktiv im Nabu

Erich Hertkorn ist aktives Mitglied des Nabu, Ortsgruppe Waldshut-Tiengen, sowie der Naturschutzgruppe der Siedlergemeinschaft Klettgau. Die Natur, im Speziellen die heimische Vogelwelt, liegt ihm am Herzen, für sie investiert er viel Zeit und Arbeit. Um so mehr erbost ihn der Zerstörungsakt in den Reben. Erich Hertkorn zieht ein Anzeigenerstattung durchaus in Erwägung und erhofft sich nun Hinweise aus der Bevölkerung. Der Vorfall soll sich in der Nacht vom 15. Juni auf den 16. Juni ereignet haben.

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