Dass der Wald aufgrund des Klimawandels in großen Nöten ist, weiß mittlerweile jedes Kind. Um ihn zu retten, ist das oberste Gebot der Waldexperten, den Wald „klimafit zu pflegen“.

Für das Jahr 2022 stellten die beiden Forstexperten Tom Drabinski vom Kreisforstamt des Landratsamts Waldshut und Revierförster Klaus Rentschler die Bewirtschaftungspläne für den den rund 1000 Hektar großen Gemeindewald sowie den privaten Schlattwald mit seiner Fläche von 160 Hektar dem Gemeinderat Klettgau zur Genehmigung vor.

Gewinn durch Holzerlöse

Durch die gestiegenen Holzerlöse wird für das Jahr 2022 im Gemeindewald mit Einnahmen von rund 359.208 Euro gerechnet, demgegenüber stehen Ausgaben von 321.300 Euro, sodass ein Plus von 37.908 Euro unterm Strich übrig bleiben wird.

Das Vorjahr 2021 war gekennzeichnet von der guten Witterung für die gepflanzten Kulturen, 6300 Festmeter wurden geschlagen, davon waren 80 Prozent zufällige Nutzung, vor allem verursacht durch den Käferbefall. 2022 ist mit weniger Ausgaben für Wald und Kulturschutz zu rechnen. Allerdings sieht der Ansatz Mehrausgaben für Bestandspflege und Erschließung vor.

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Düster sieht es im privaten Schlattwald aus, wie es in der Gemeinderatssitzung hieß. Dort geht der Plan von einem Verlust von knapp 17.000 Euro aus. 2021 galt es, das Käfer- und Sturmholz schnell aus dem Wald zu holen, das im Vorjahr durch Sturm, Käfer und Dürre angefallen war. Statt der vorgesehenen 1500 Festmeter mussten 11.000 Festmeter Schadholz gefällt werden. Dementsprechend war der Erlös mit 100.000 Euro sehr hoch.

Durch die Gewinne der Vorjahre kann der voraussichtliche Verlust im laufenden Jahr ausgeglichen werden. Es wird nur noch ein Hiebsatz von 500 Festmetern eingeplant, das entspricht nur noch einem Drittel der Vorjahre. Dieser niedrigere Ansatz und das geringerwertige Holzsortiment können die Kosten nicht decken.

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