Der erste Schritt für die Verlängerung der Fußgängerunterführung am Erzinger Bahnhof ist auf den Weg gebracht. Der Klettgauer Gemeinderat hat beschlossen, die Kosten der Planung, die die Bahn ausführen wird, zu übernehmen.

Wesentliche Verbesserung

Die Verlängerung der Unterführung bringt eine wesentliche Verbesserung. Bislang ist nur der Mittelbahnsteig, die Gleise 2 und 3, über eine Unterführung mit Treppe zu erreichen. Um aber beispielsweise die südöstlich gelegenen Einkaufsmärkte zu erreichen und umgekehrt von dort zum Bahnhof zu kommen, ist eine Verlängerung der Unterführung sinnvoll und vor allem sicherer, denn nicht wenige Personen sparen sich den Umweg über den Bahnübergang an der Weisweilerstraße und laufen über die Gleise, um beispielsweise einkaufen zu gehen.

Die Kosten

Im Zuge der Elektrifizierung der Hochrheinbahn mit ihren Umbaumaßnahmen und Anpassungen an den Bahnhöfen kam die Verlängerung der Unterführung auf Anregung der Gemeinde auf den Tisch. Dabei machte die Bahn deutlich: Eine Verlängerung gibt es nur bei voller Kostenübernahme durch die Gemeinde. Ein grobe Schätzung gibt Baukosten von rund 2,31 Millionen Euro für eine Verlängerung mit Treppe an, mit einer Treppe und einer Rampe beziehungsweise einem Aufzug sind es rund 2,77 Millionen Euro.

Die Planungskosten der Verlängerung gibt die Bahn in einer ersten groben Einschätzung mit 380.000 Euro netto an. Auch diese müsste die Gemeinde übernehmen.

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Die verlängerte Unterführung der ganzen Gleisanlagen bis zur Straße „Am Güterbahnhof“ zu den dortigen Märkten bringe der Gemeinde Vorteile auf Jahrzehnte hinaus, argumentierte Bürgermeister Ozan Topcuogullari. Außerdem wären dann südlich der Gleise weitere Parkplätze für Bahnreisende möglich. Auch Ortsbaumeister Holger Schulz erklärte: „Unser Ziel muss der Durchbruch sein.“ Man müsse jetzt in diesen Prozess einsteigen, später sei dies nicht mehr möglich.

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Vor allem die Höhe der Planungskosten war einigen Gemeinderäten nicht ganz einsichtig und angesichts der derzeitigen coronabedingten ungewissen kommunalen Steuereinnahmen mit bitterem Beigeschmack verbunden. Dennoch wurde diese Kröte geschluckt und beschlossen, die Planungskosten zu tragen.

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