Im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Dettighofen ist die Sorge um die Zukunft gestanden, sprich: fehlende Männer und Frauen für die lebenswichtige Arbeit der Truppe. Dies ist schade, wenn man die hervorragende Infrastruktur der Dettighofer Feuerwehr betrachtet. Modernste Löschgeräte in einem Gebäude, das keine Wünsche offen lässt. Dennoch plagen die Wehr Nachwuchssorgen. Kommandant Felix Waßmer ließ in seinem Bericht die Brisanz aufblitzen: „Wie wir alle gemeinsam festgestellt haben, wird unsere Feuerwehr kleiner. Immer weniger junge Menschen engagieren sich für ihre Mitmenschen. Für unsere kleine Wehr wird es immer schwieriger, die Anforderungen unserer Mitbürger zu erfüllen. Jeder erwartet Hilfe, aber nur wenige sind bereit zu helfen.“

Diesem Umstand will die Führung nun mit einem noch genau auszuarbeitenden Aktionsplan entgegentreten und in die Offensive gehen. Dazu wurde ein Arbeitskreis aus Feuerwehrleuten und Gemeinderäten gebildet, um werbetechnisch gerüstet zu sein. Die Notwendigkeit des Gegensteuerns wird in der Aussage von Felix Waßmer klar: „Wir erfüllen aktuell das Personalsoll des Bedarfsplans nur zu 50 Prozent und sind somit nur bedingt Einsatzfähig. Insbesondere unsere Tagesbereitschaft ist ungenügend. Die geringe Mitgliederzahl macht es auch schwierig für unsere Ausbilder. Der Probenbesuch schwankt sehr. Geplante Proben können nicht immer wie gewünscht durchgeführt werden, da oft zu wenige Teilnehmer erscheinen.“

Die Feuerwehr ehrte ihren gestorbenen Kameraden und ehemaligen Bürgermeister Gerhard Riedmüller und alle im Einsatz für die Allgemeinheit ums Leben gekommenen Männer und Frauen mit einer Gedenkminute. Die Regularien wie der Bericht des Jugendwartes David Schmid, des Kassierers Wolfgang Lutz und der Musik- und Altersabteilung von Dieter Studinger fanden den Beifall der Versammlung, ebenso der Bericht der Schriftführerin Alice Waßmer. Sie zeigte anhand der chronologisch Ereignisse auch die Vielseitigkeit der Einsätze auf. Kommandant Waßmer nahm folgende Beförderungen vor: Feuerwehrmann auf Probe: Ivan Pasin, Tristan Linden, Marius Jasper, Fabian Wassmer; Feuerwehrmann: Elena Krasnova, Sebastian Hartmann, Alexandru Gaspar (Urkunde), Felix Elger (aus 2019 nachgeholt). Hauptfeuerwehrmann: Adrian Buhl (aus 2021 nachgeholt).

Otto Bernhard erhielt mit der seltenen Auszeichnung für 50 Jahre Treue zur Wehr das Abzeichen in Gold und Adrian Buhl für 15 Jahre Einsatz die Wertschätzung der Dorf- und Kreisfeuerwehr (separater Bericht folgt). In den Feuerwehrausschuss wurde Sandra Krügle für den scheidenden Festwirt Bernd Simmler gewählt. Bürgermeisterin Marion Frei bedankte sich bei den Kameraden und beschenkte die Ausgezeichneten ebenfalls mit einem Präsent. Sie ließ es sich trotz ihres Geburtstags nicht nehmen, die Hauptversammlung mit einem von ihr mitgebrachten Dessert zu besuchen.