Drei Jahre Feuerwehrdienst bescherte der Klettgauer Feuerwehr jede Menge Herausforderungen. In der Hauptversammlung machte der Rückblick auf die vergangenen drei Jahre mit ihren rund 200 Einsätzen, die unter erschwerten Bedingungen und Auflagen für die Löschkräfte gemeistert werden mussten, deutlich, wie bedeutend die ehrenamtlich geleistete Rettungsarbeit für Klettgau und auch die Region ist.

Kommandant Sebastian Schilling sprach von einer „für alle sehr anstrengenden Zeit“. Für die Führung sei es rückblickend ein ständiger Spagat gewesen mit Fragen: Was darf man, was sollte man und was geht überhaupt? Er habe sich oft eine Kristallkugel gewünscht, um in die Zukunft blicken zu können. Nach diesen persönlichen Worten kam der Kommandant umgehend zu den Zahlen und Fakten.

Im Jahr 2019 konnten noch 21 Proben und zusätzlich Sonderproben stattfinden, 58 Einsätze absolviert wurden, bei denen 54 Mitglieder 834 Einsatzstunden leisteten. Im Folgejahr 2020 war die Zahl der Einsätze in etwa gleich hoch, (55), allerdings konnten nur im vierten Quartalproben und Sonderproben in Kleinstgruppen abgehalten werden, Der Höhepunkt war das neue HLF-Fahrzeug.

Nahezu doppelt soviele Einsätze gab es 2021. Bei 94 Einsätzen leisteten 45 Mitglieder 1400 Einsatzstunden. Schriftführer Andreas Kuhnert beschränkte sich angesichts der fast 200 Einsätze der vergangenen drei Jahren auf eine eindrückliche Bildpräsentation, die die größten Einsätze in Erinnerung riefen, darunter zahlreiche Verkehrsunfälle, große Hausbrände in Klettgau und Umgebung und viele andere Einsätze mehr.

Für die Seniorenabteilung berichtete Erhard Heide, für die Jugendfeuerwehr stand Eric Vogelbacher Rede und Antwort. Ihm zufolge haben sich jedoch einige Mitglieder während des coronabedingten Stillstandes anderweitig orientiert. Dennoch sei er guter Dinge, wieder den Kindern und Jugendlichen Aktivitäten anbieten zu können, so beispielsweise die Großveranstaltung „Spiel und Sport“ der Feuerwehr Lottstetten. Und auch die Gratis-Jahreskarte für das Erzinger Schwimmbad für seine junge Mannschaft sei ein Zugpferd.

Für Bürgermeister Ozan Topcuogullari war es eine Herzensangelegenheit der Klettgauer Wehr Lob und Dank auszusprechen. „Trotz aller Widrigkeiten war unsere Feuerwehr stets einsatzbereit, hat auch in dieser Zeit hervorragende Arbeit geleistet und die Einsätze schnell und effizient und gut bewältigt.“ Die ehrenamtliche Arbeit aller Feuerwehrleute, ihre Einsatzbereitschaft sowie die Bereitschaft in der Freizeit Fortbildungen zu besuchen, sei nicht hoch genug zu bewerten. Als Dankeschön werde die Gemeinde sich beim nächsten geselligen Grillfest mit Grillfleisch und Getränken bedanken. Für Kommandant Schilling gab es einen Gutschein für den Europapark für zwei Personen.

Großen Raum nahmen die Ehrungen der langjährigen und verdienten Mitglieder ein, die der stellvertretende Kreisbrandmeister Edin Muslic und Kommandant Schilling durchführten. Für 15 Jahre erhielten das Ehrenzeichen in Bronze: Tobias Sutter, Tobias Thoma, Manuel Netzhammer, Sven Kaiser und Alexander Gaiser. Für 25 Jahre das Ehrenzeichen in Silber: Ozan Topcuogullari. Für 40 Jahre das Ehrenzeichen in Gold: Hans-Peter, Gruler, Oskar Maier, Michael Stoll und Klaus Preiser.