Der westliche Ortsrand von Erzingen präsentiert sich derzeit mit zwei Großbaustellen: einerseits die Baustelle zum Erweiterungsbau der Realschule; auf der anderen Straßenseite ist, nachdem die alten Bäume auf der großen Streuobstwiese gefällt wurden, schweres Baugerät aufgefahren, große Bagger fressen sich in den kommenden Wochen durch das Gelände, um für die Erschließung des knapp drei Hektar großen Baugebiets „Wetteäcker II“ zu sorgen.

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Dieses Areal soll für die nächsten fünf Jahre den Bedarf an Wohnraum in Erzingen sicherstellen. Im Land der Häuslebauer ist die Nachfrage nach Wohnraum und im speziellen nach Bauplätzen in Gemeinden mit guter Infrastruktur enorm und übersteigt auch in Klettgau bei weitem das Angebot.

Mit dem symbolischen Spatenstich gab es jetzt grünes Licht für die Bagger der Firma Storz aus Donaueschingen, die für die Kanal- und Straßenbauarbeiten zuständig ist. Der Vertreter des beauftragten Planungsbüros Ernst Kaiser, Matthias Lauber, erklärte: „Wenn das Wetter mitspielt, können Ende des Jahres alle Erschließungsarbeiten beendet sein, von den Verkehrsflächen bis hin zu den Anschlüssen der Straßenbeleuchtung.“

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Bürgermeister Ozan Topcuogullari war die freudige Erleichterung ins Gesicht geschrieben, dass nunmehr die Gemeinde dem Bedarf nach Wohnraum in Erzingen gerecht werden kann. „Es gab zahlreiche Gesprächen mit den Eigentümern der Grundstücke, bei denen viele Zweifel ausgeräumt und mehrfach die Planungen angepasst werden mussten“, so der Klettgauer Bürgermeister.

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„Die Interessenliste für das Neubaugebiet ist lang, deshalb werden die Erschließungsarbeiten so schnell wie möglich durchgeführt“, so Topcuogullari. Veranschlagt sind die Kosten der Erschließung mit 1,5 Millionen Euro. Verkehrstechnisch wird „Wetteäcker II“ über die Straße „In der Bütze“ erschlossen. Parallel zu ihr sind zwei viergeschossige Mehrfamilienhäuser mit je zehn bis zwölf Wohnungen vorgesehen. Dahinter werden zweigeschossige Reihen- und Doppelhäuser gebaut und schließlich noch acht Einfamilienhäuser. Eine Ringstraße erschließt die einzelnen Wohngebäude, von ihr führt eine Stichstraße mit Wendeplatz für die dahinterliegende Bebauung.

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Der derzeitige Fußweg wird geringfügig versetzt, aber bleibt für Fußgänger und Radfahrer erhalten, so dass eine direkte Verbindung zur Degernauerstraße im Osten nach wie vor besteht. Sie ist auch in Notfällen für Rettungsfahrzeuge befahrbar. Wer im Baugebiet „Wetteäcker II“ künftig wohnt, dessen Kinder müssen nur die Straße „In der Bütze“ überqueren, um zur Realschule zu kommen; die Einkaufsmärkte sind zu Fuß in nur fünf Minuten zu erreichen, ebenso das Erzinger Freibad.