Ein Investor möchte die Kunstgalerie Klettgau in Grießen in eine Spielhalle umwandeln. Wie Bürgermeister Ozan Topcuogullari in der jüngsten Sitzung des Klettgauer Gemeinderats informierte, plant der Unternehmer eine Spielhalle mit zwölf Geldautomaten, eine Wettannahmestelle sowie in einem abgetrennten Bereich eine Spaß-Halle, in der Spielgeräte wie Billardtische und eine Sportbar eingerichtet werden sollen.

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Bereits vor drei Jahren hatte sich der Gemeinderat mit einem solchen Vorhaben befasst, allerdings handelte sich seinerzeit um einen anderen Investor, dessen identische Pläne wurden jedoch vom Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. Damals sorgte dies für kontroverse Diskussionen, schwere Bedenken gegen Vergnügungsstätten mit Suchtpotenzial stießen mehreren Gemeinderäte in der Sitzung im Februar 2017 bitter auf und das Vorhaben wurde mehrheitlich abgelehnt.

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Keine Einwände gab es seinerzeit gegen eine Spaß-Halle mit Billardtischen und Spielgeräten ohne Gewinnmöglichkeit sowie einer Sportbar. Angesichts dessen dürfte die aktuelle Bauvoranfrage vermutlich auch auf wenig Gegenliebe des Rates stoßen. Laut Richtlinien des geltenden Bebauungsplanes sind Vergnügungsstätten nicht erlaubt, es bedürfte einer Änderung, der das Landratsamt zustimmen müsste.

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Die Klettgau-Galerie an der Industriestraße wurde 2012 eröffnet, sie war konzipiert als Kunst und Kulturhaus mit Wechselausstellungen sowie für weitere Veranstaltungen mit kulturellem Hintergrund. Der Galeriebetrieb wurde bereits wenige Jahre nach Eröffnung wieder eingestellt. Aktuell beherbergt sie laut Website eine rein private Sammlung.

132 Mikrowohnungen für Erzingen

Im Klettgauer Ortsteil Erzingen plant ein Investor an der Weisweilerstraße 10 ein Projekt mit 132 Mikrowohnungen, zum größten Teil möblierte Einzimmerwohnungen für Handwerker, Monteure, Vertreter, Geschäftsleute. Dem Bauantrag für dieses viergeschossige Großprojekt in dem Mischgebiet wurde zugestimmt, gleichwohl sich einigen Gemeinderäten die Frage stellte, ob es eine derart groß dimensionierte Wohnanlage in Klettgau brauche.

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Einzig die Anzahl der Autostellplätze – der Antragsteller plant bei Weitem zu wenige – stieß auf Ablehnung. Pro Einzimmerwohnung ist laut Gemeinderat mindestens ein Stellplatz gefordert. Hier muss der Antragsteller nachbessern.

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