Über die Klettgauer Bäche führen insgesamt 32 Brücken und Stege. Die meisten über den Klingengraben und den Schwarzbach. An den Bachläufen entlang führen kleine Straßen, die vornehmlich von den Landwirten mit ihren Fahrzeugen befahren werden, aber auch Radfahrer, Spazier- und Gassigänger tummeln sich dort entlang der Bachläufe.

Sicherheit im Fokus

Die Instandhaltung dieser Brücken fällt in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde, die in regelmäßigen Abständen diese Bauwerke inspiziert und kontrolliert. Bei den Inspektionen werden sodann eine Schadensbeschreibung und eine Zustandsbewertung erstellt. Dies im Hinblick auf die Sicherheit und auch um rechtzeitig Schäden beheben zu können, bevor sie ein größeres Ausmaß annehmen und somit weit höhere Sanierungskosten verursachen.

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In der jüngsten Gemeinderatsitzung standen vier Brücken und ein Fußgängersteg auf der Tagesordnung, deren Sanierung am dringlichsten ist. Es sind drei Brücken über den Klingengraben, eine in der Nähe der Kläranlage, eine beim „Meisterknoten“ auf Höhe des Parkplatzes an der B34 vor der Geißlinger Brücke und schließlich die dritte „Hintere Rüsen“ in Richtung Schwerzen.

Der Fußgängersteg führt beim Riederner Kindergarten über den Schwarzbach und hat ebenso eine Generalüberholung nötig.
Der Fußgängersteg führt beim Riederner Kindergarten über den Schwarzbach und hat ebenso eine Generalüberholung nötig. | Bild: Eva Baumgartner

In Riedern besteht bei der Brücke bei der Kapelle Sanierungsbedarf sowie beim Fußgängersteg beim Kindergarten, beide führen über den Schwarzbach. Die Arbeiten dazu waren ausgeschrieben, im Gemeindehaushalt sind hierfür 460.000 Euro eingestellt, in diesem Betrag sind die Sanierungsarbeiten als auch das Ingenieurhonorar veranschlagt. Vier Angebote lagen in der Sitzung vor, die in ihrer Höhe stark variierten. Der günstigste Bieter kann die Sanierung für 204.261 Euro durchführen, der höchste Bieter unterbreitete ein Angebot für 304.258 Euro.

Bedenken ausgeräumt

Angesichts dessen stellte sich dem ein oder anderem Gemeinderat die Frage, ob das günstigste Angebot auch auskömmlich sei, ebenso ob das Unternehmen Erfahrungen im Brückenbau aufweise. Diese Bedenken konnte Ortsbaumeister Holger Schulz ausräumen: Die Firma STH Hüttental aus Netphen sei ein renommiertes Bauunternehmen mit Schwerpunkt Brückenbau und könne gute Referenzen vorweisen. Das westfälische Bauunternehmen erhielt daraufhin den Zuschlag, es wird in der Zeit von Mai bis Oktober die Sanierungsarbeiten für 204.261 Euro durchführen. Darin sind die Ingenieurkosten nicht enthalten.