Herr Schilling, was bedeutet das Corona-Virus für die Arbeit der Feuerwehr? Was hat sich verändert?

Wir mussten die Feuerwehr auf die rudimentärsten Aufgaben zurückfahren. Im Moment findet lediglich der Einsatzdienst statt. Übungen der Aktiven und der Jugendfeuerwehr finden bis auf weiteres leider nicht statt. Auch unseren alljährlichen Tag der offenen Tür und die Hauptversammlung mussten wir absagen. Natürlich läuft die ganze Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeit durch das Kommando und die Gerätewarte weiterhin. Auch die Beschaffung unseres neuen Feuerwehrfahrzeugs HLF 20 läuft bisher wie geplant.

Wie laufen jetzt die Einsätze ab?

Einsätze laufen mehr oder weniger wie immer ab, mit der Ausnahme, dass die Feuerwehrkameraden durch eine Dienstanweisung dazu angehalten sind, während des Einsatzes und im Feuerwehrhaus einen Mund- Nasenschutz zu tragen und beim Betreten des Feuerwehrhauses sich die Hände zu desinfizieren. Die Einsatzzahlen sind vergleichbar mit denen der letzten Jahre.

Mit was für Schwierigkeiten hatte und hat die Feuerwehr derzeit zu kämpfen?

Mit die größte Schwierigkeit war es, sich an die neuen Umstände durch die Krise zu gewöhnen und natürlich wie überall die Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel etc. zu beschaffen. Bei der Beschaffung der Schutzausrüstung war es uns eine große Hilfe, dass der Krisenstab des Landkreises eine zentrale Beschaffung für uns Hilfsorganisationen organisiert hat.

Wie ist Ihre persönliche Einschätzung als Kommandant zur Corona-Situation?

Anfangs mussten wir noch diskutieren, ob wir wirklich die Hauptversammlung absagen müssen, nach einer Woche hatte sich das alles erübrigt, weil gefühlt das ganze Land still stand. Es ist schön, dass sich das Ganze mittlerweile dank positiver Zahlen wieder lockert. Wir können froh sein, dass das Krisenmanagement bei uns so gut funktioniert hat und wir in Deutschland nicht so schlimm getroffen wurden wie andere Länder.

Fragen: Eva Baumgartner