Klettgau – Die Gemeinde Klettgau kann sich über rege Betriebsamkeit im Gewerbegebiet Kies im Ortsteil Grießen freuen. Auf sechs Hektar haben sich dort in der Nachbarschaft zu den Firmen Bucher Hydraulics und ZG Raiffeisen seit dem Jahre 2000 nach und nach weitere 13 Firmen angesiedelt. Auch die Feuerwehr, der Bauhof der Gemeinde Klettgau und der Recyclinghof sind dort zu finden. Größter Arbeitgeber ist die Firma Bucher, gefolgt von Fixatti und Holzbau Wassmer.

Die verkehrsgünstige Lage gab 1998 den Ausschlag für die Standortentscheidung. „Dank der direkten Anbindung an die Bundesstraße B¦34 kann das Gewerbegebiet Kies ohne besondere Verkehrsbelastungen der anliegenden Ortsteile schnell erreicht werden“, erklärt Holger Schulz, Ortsbaumeister der Gemeinde Klettgau.

Für den Gemeinderat war das ein wichtiges Entscheidungskriterium. Die Firma Schaetti, heute heißt das Unternehmen Fixatti, war dann im Jahre 2000 die erste Firma, welche mit dem Bau ihres Firmengebäudes den Startschuss für die Erfolgsgeschichte des Gewerbegebietes gab.

Neues Gewerbegebiet

Einziger Wermutstropfen: Im Kies gibt es keine Erweiterungsmöglichkeiten, um die hohe Nachfrage nach weiteren Gewerbeflächen zu befriedigen. Während die Wirtschaft im Gewerbegebiet Kies floriert, wird derzeit im Ortsteil Erzingen das neue, drei Hektar große Gewerbegebiet Rubel erschlossen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, wie Ortsbaumeister Schulz versichert, „Die Versorgungsleitungen sind bereits alle verlegt, jetzt werden die Straßen gebaut.“ Schon in den nächsten Monaten wird sich der Gemeinderat mit der Vergabe der Grundstücke beschäftigen. Kein leichtes Unterfangen, denn die Nachfrage ist groß. Viele Unternehmen wollen sich in Klettgau ansiedeln, die verkehrsgünstige Lage, die Nähe zur Schweiz und die Infrastruktur locken Unternehmen aus der Region aber auch darüber hinaus in die Grenzgemeinde Klettgau. Wenn die Wirtschaft floriert, profitieren Gemeinde und Einwohner davon. Neue Arbeitsplätze entstehen, Kaufkraft fließt in den Ort. Das Gewerbegebiet Rubel wurde mit Blick in die weitere Zukunft entwickelt, und bietet Potenzial für eine Erweiterung.

„Das Interesse ist groß“

Bauamtsleiter Holger Schulz. <br /><em>Bild: Güntert</em>
Bauamtsleiter Holger Schulz.
Bild: Güntert

Als Ortsbaumeister der Gemeinde Klettgau ist Holger Schulz Ansprechpartner bei allen Fragen rund um die Gewerbegebiete

Herr Schulz, die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Klettgau ist groß. Gibt es eine Tendenz, welche Firmen sich ansiedeln möchten?

Es zeigt sich in der bestehenden Reservierungsliste, dass sowohl Firmen aus dem klassischen produzierenden Handwerksbereich, aber auch spezialisierte Firmen im Lager- und Logistikbereich ansiedeln möchten. Weiterhin sind Firmen aus dem Discounter-Einzelhandel, Firmen im Werkstatt- und Autopflegebereich und auch Gewerbebereiche im Sport- und Fitnessbereich interessiert.

Kommen die Interessenten aus der Region oder zeigen auch Firmen außerhalb unseres Landkreises Interesse?

Sowohl, als auch. Das Interesse ist vor allem regional mit Klettgauer Betrieben, aber auch von Betrieben aus nahezu allen angrenzenden Gemeinden, aus Deutschland und aus der Schweiz.

Nach welchen Kriterien werden die neuen Bauplätze im Gewerbegebiet Rubel vergeben?

Der Gemeinderat wird in den kommenden Wochen über die Vergabe der Grundstücke Beschlüsse fassen. Die Bauplätze sind mit einem Verkaufspreis von 40 Euro subventioniert, also wird die Entstehung von Arbeitsplätzen und sowie der Nutzen für die Klettgauer Bevölkerung bei der Vergabe Berücksichtigung finden.

Die Nachfrage übersteigt bereits das Flächenangebot im neuen Gewerbegebiet. Ist eine Erweiterung bereits in Planung?

Wir verzeichnen derzeit eine circa dreifache Überzeichnung in den Reservierungen der verfügbaren Gewerbegrundstücke. Wir sind als Gemeinde Klettgau immer kontinuierlich sowohl in der Erweiterung und Erschließung von Wohngebieten als auch von Gewerbegebieten in der Planung, sind aber gebunden an die von den übergeordneten Behörden genehmigte Flächennutzungsplanung.

Fragen: Sandra Holzwarth