Erzingen – Jetzt im Herbst haben Gartenbesitzer einiges zu tun. Den Garten mit seinen vielfältigen Pflanzen auf den Winter vorbereiten, sodass es im kommenden Frühjahr wieder sprießt, blüht und gedeiht. Nicht wenige setzen dabei auf die Fachkenntnisse des Experten, in Klettgau-Erzingen ist dies der renommierte Garten- und Landschaftsbaubetrieb Ritzmann.

„ Die Pflege von privaten Gärten ist eines unserer bewährten Standbeine, in diesem Bereich haben wir eine große Stammkundschaft“, sagt Benjamin Ritzmann, seines Zeichen Meister und Techniker im Garten- und Landschaftsbau. Der 41-jährige Erzinger führt den Betrieb in dritter Generation und beschäftigt 23 Mitarbeiter. Sein Großvater Max Ritzmann hat den Handwerksbetrieb 1950 gegründet, eine klassische Gärtnerei mit Zier- und Gartenpflanzen sowie dem Obst- und Gemüsehandelsgeschäft in der Erzinger Hauptstraße legte den Grundstein. Sein Vater Klaus Ritzmann wiederum erweiterte den Handwerksbetrieb um den Garten- und Landschaftsbau, der nunmehr von der dritten Generation ausgebaut und weiterentwickelt wurde.

Das weite Feld der Planung und der Anlage von Gärten ist wie alles andere dem Zeitgeist unterworfen, Gärten vor 70 Jahren hatten eine ganz andere Funktion als heute im 21. Jahrhundert. „Der Garten als zweites Wohnzimmer, in dem man den ganzen Tag verbringt, in dem man lebt“, so beschreibt Benjamin Ritzmann die derzeitig vorherrschende Marschroute vieler Garten- und Hausbesitzer. Tendenziell sei festzustellen, dass naturnahe Gärten auf dem Vormarsch sind. Der ganz große Renner sind Naturpools, die gänzlich ohne den Einsatz von Chemie auskommen. Auch die baut und legt der Handwerksbetrieb Ritzmann an, ebenso wie Gartenteiche oder den klassischen Swimmingpool. „Der Kunde bekommt von uns alles aus einer Hand, von der Technik bis zu den Pflasterarbeiten und natürlich die Grünanlagen rundherum.“ Eine angestellte Landschaftsarchitektin erstellt nach Wünschen des Kunden die Planung, die dreidimensionale Präsentation ermöglicht dem Auftraggeber eine genaue Vorstellung seines zukünftigen Gartens. Der Bauleiter koordiniert und überwacht die Handwerksarbeiten.

Dazu sind auf der Betriebs-Homepage inspirierende Fotos der unterschiedlichsten Projekte und Arbeitsbereiche hochgeladen: lauschige, romantische Gärten mit Steinbrunnen und Wasserspielen bis hin zu neuester, durchdesignter Gartenarchitektur mit Pool und moderner Lounge.

Kommunalen und gewerblichen Auftraggeber sind ein weiteres großes Feld: öffentliche Grünanlagen sowie die Gestaltung von Hof- und Vorplätzen unterschiedlichster Gewerbebetriebe mit Pflasterarbeiten und Grünbepflanzungen. Auch hier ist der Erzinger Handwerksbetrieb im ganzen Landkreis unterwegs. Es gibt viele Vorzeige-Projekte, auf die Benjamin Ritzmann mit seinen Mitarbeitern verweisen kann.

Ein großes Augenmerk legt er auf die Ausbildung des Nachwuchses. Derzeit werden sechs Lehrlinge ausgebildet. Zwei Bildungspartnerschaften mit der Realschule Klettgau und der Werkrealschule Lauchringen werden gepflegt, jährlich gibt es Praktikumsstellen für Schüler. „Zum ersten Mal haben wir einen Fachwerker ausgebildet, denn wir wollen ebenso Förderschülern eine Ausbildung ermöglichen,“, so Benjamin Ritzmann. Der allseits im Handwerk beklagte Nachwuchsmangel sei im Garten- und Landschaftsbau nicht festzustellen, fügt er hinzu.

Und ebenso erfreulich ist, dass auch in Coronazeiten, in denen das 70-jährige Bestehen leider nicht gefeiert werden kann, dem gut aufgestellten Garten- und Landschaftsbaubetrieb Ritzmann die Arbeit nicht ausgeht.

Erzingen (eva) Nur zwei Tage lang dauerte die diesjährige Weinlese der Erzinger Winzergenossenshaft. Bei idealen Wetterbedingungen in den letzten Septembertagen, bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein wurden die Traubenernte unter Dach und Fach gebracht. Der Vorsitzende der Erzinger Winzergenossenschaft Martin Stoll war mit dem Ergebnis im Weinjahr 2020 überaus zufrieden, wenngleich der mengenmäßige Ertrag wetterbedingt nicht so hoch ausfiel. Aber die Qualität ist hervorragend“, stellt er fest. Mit bis zu 100 Öchslegrad habe man ideale Spätburgundertrauben gelesen, ohne viel aussortieren zu müssen.

Die Genossenschaftswinzer sind zweifelsohne auf den Erzinger Rebbergen mittlerweile in der Minderheit. Das liegt vor allem an der Überalterung der „alten“ Erzinger Winzerschaft, deren Nachkommen die Nebenerwerbslandwirtschaft – sei es aus beruflichen oder familiären Gründen – nicht mehr bewerkstelligen können. Entweder haben sie ihre Rebflächen an hauptberufliche Winzerbetriebe wie dem Weingut Lorenz und Corina Keller in Erzingen, dem Weingut Engelhof aus Hohentengen, dem Weingut Clauß aus Lottstetten-Nack oder auch an das Rechberger Bio-Weingut Groman verpachtet oder verkauft.

Nur noch fünfeinhalb Hektar Fläche, davon ein halber Hektar mit Müller Thurgau, die restliche Fläche mit Spätburgunder, bewirtschaften die Genossenschaftswinzer, deren Weine nach ihrer Lage dem Erzinger Kapellenberg benannt sind und im Badischen Winzerkeller in Breisach ausgebaut und vermarktet werden.

Nichtsdestotrotz sind die Erzinger Winzergenossen mit ihrer großen und langen Tradition im Dorfleben höchst präsent: Das große Erzinger Winzerfest mit seinem Aushängeschild der jährlich neu gekürten Weinprinzessin, aktuell ist es Ida Pousaz, sind auch überregional bekannte Größen.