Die Notburgaquelle in Bühl ist ein Ausflugsort, um den sich eine Legende rankt. Derzufolge berührte die heilige Notburga mit einem Stab den Felsen, aus dem die Quelle entsprang, mit deren Wasser sie ihre Kinder taufte. Die Quelle liegt oberhalb des Sägewerkes Rothmund. Vom Fahrradweg Riedern-Dettighofen führt ein schmaler Fußweg in den Wald direkt zur Quelle.

Das Ergebnis

Der Zahn der Zeit hatte an dem Ort genagt, dem haben die Bühlener Junggesellen mit Bildhauer Walter Boll ein Ende gesetzt und die Quelle sowie das Areal rundherum auf Vordermann gebracht. Ein neuer steinerner Brunnentrog ist aufgestellt, ein neues in Stein gehauenes Schild angebracht und der zugewucherte Platz aufgeräumt. Die Materialkosten von rund 1000 Euro hat die Pfarrgemeinde Bühl übernommen.

Die Herausforderung

„Der Zustand der Quelle war doch sehr miserabel und unschön“, sagt Boll, „denn der hölzerne Brunnentrog war verrottet und hässlich, die Mauern verschmutzt, der Platz zugewuchert – kurzum kein schöner Anblick.“ Mit ihm packten die Junggesellen Schwarzbachtal mit sechs Männern an und schufen in drei Arbeitseinsätzen einen besinnlich-lauschigen Ort. Vor allem den neuen Trog aus Sandstein, 350 Kilogramm schwer, zur Quelle zu bringen, war ein Kraftakt, da keine Straße dort hinführt. Auf dem schmalen Fußweg durch den Wald am Bach entlang musste der Steintrog auf einer vierrädrigen Sackkarre gezogen und geschoben werden. „Eine einzige Schinderei“, sagt Boll. Auch musste eine provisorische Bücke her, denn die Holzbrücke hätte dem Gewicht nicht standgehalten.

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