Die Corona-Pandemie hat es gezeigt, wie wichtig eine leistungsstarke Internetverbindung ist. Mit Homeschooling und Homeoffice ist mehr denn je die Abhängigkeit von dieser Technik deutlich geworden. Wer Geld sparen will und eine belastbare Datenautobahn im Haus haben möchte, der sollte sich in nächster Zeit bei der Gemeinde Klettgau online oder per Telefon melden und einen Antrag zum Anschluss an das Glasfasernetz stellen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte Thomas Weidlich vom Planungsbüro Seim und Partner über den Fortschritt der Planung des Ortsnetzes in den sechs Ortsteilen Erzingen, Grießen, Geißlingen, Rechberg, Weisweil und Bühl. Die Trassenplanung mit circa 50 Kilometern Länge sei abgeschlossen, Leerrohr- und Kabelplanung nahezu ebenfalls, sodass jetzt die notwendigen Genehmigungen der involvierten Fachbehörden des Landratsamts beantragt werden können. Parallel dazu sollen bis Ende August die Ausschreibungen erfolgen, so der Leiter der Netzplanung.

Geförderte Gebiete

Für Ortsteile im geförderten Gebiet, das heißt: mit einer maximalen Bandbreite von 30 Mbit/s, kostet der Hausanschluss für ein Haus mit maximal zwei Wohneinheiten 500 Euro (vier Wohneinheiten 1000 Euro, jedoch maximal 2500 Euro). Darin ist der Anschluss bis ins Gebäudeinnere bezahlt. In Absprache mit den Eigentümern wird die Hauseinführung abgestimmt, alle Details, ob auf dem Grundstück ein Graben gezogen werden muss oder die Leitung durchgepresst wird et cetera, werde mit dem Eigentümer geklärt.

Ungeförderte Gebiete

Kunden in ungeförderten Gebieten, die sich ans Glasfasernetz anschließen wollen, müssen 250 Euro bezahlen, je nach Anzahl der Wohnungen, maximal 2500 Euro. Die Verlegungskosten auf dem Grundstück sind jedoch von diesen Eigentümern selbst zu tragen. „Interessenten sollten sich frühzeitig melden, denn so günstig kommt man nie wieder zu einem Glasfaseranschluss“, machte Thomas Weidlich deutlich.

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Wer sich später dazu entschließt, das heißt: wenn die Bauarbeiten in dem jeweiligen Straßenzug bereits abgeschlossen sind, auf den kommen ungleich höhere Anschlussgebühren zu. „Schätzungsweise, zwischen 3000 und 5000 Euro, folglich gibt es keinen besseren Zeitpunkt als jetzt“, betonte Weidlich. Soviel sei sicher: Die Zukunft jedes Einzelnen werde mehr denn je vom Internet geprägt und abhängig sein.

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„Für die Vermietung von Wohnungen oder beim Immobilienverkauf ist ein Internetanschluss mit großer Bandbreite auf jeden Fall ein wertsteigerndes Kriterium“, führte Weidlich aus. Noch trudeln die Anträge im Erzinger Rathaus etwas schleppend ein, sagte Breitbandexpertin Monika Eichin auf Nachfrage. Dies obwohl im Gemeindeblatt verschiedentlich darauf aufmerksam und informiert wurde.