Mit einer großen Ausstellung würdigen die Schüler ihren Lehrer oder ihren Meister, obwohl er letzteres bestimmt nicht hören oder schon gar nicht in der Zeitung lesen mag. Stefano Barbera erfährt so die große Wertschätzung seiner zahlreichen Kursteilnehmer, denen er die Kunst des Malens, des Zeichnens nicht nur näher gebracht, sondern auch beigebracht hat und so manch ein verschüttetes Talent zu Tage förderte.

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Seit über 35 Jahren ist der gebürtige Sizilianer der Leiter von kreativen Malkursen an der Klettgauer Volkshochschule und später auch an der Wutöschinger VHS. Zu seinem 70. Geburtstag feiern nun seine zahlreichen Schüler ihren Lehrer mit der "Hommage à Stefano" in der Rechberger Gemeindehalle, eine große Ausstellung mit 44 Künstlern, die ihre Werke zu Ehren ihres Lehrers vorstellen.

150 Werke aus den VHS-Kursen

Vom 5. bis 7. Oktober können die Besucher einen Querschnitt mit rund 150 Exponaten aus den VHS-Kursen begutachten und werden staunen über das hohe Niveau, die scheinbar unerschöpfliche Kreativität hiesiger Künstler. Einen kleinen Vorgeschmack liefert der aufwendig gestaltete Ausstellungskatalog, in dem sich einige der Kursteilnehmer aus dem ganzen Landkreis Waldshut und der benachbarten Schweiz vorstellen.

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Stefano Barbera wird nur mit wenigen eigenen Arbeiten vertreten sein, denn so sagt er: "Ich stehe lieber neben dran, als vorne dran." Es ist seine große Bescheidenheit, die ihn ausmacht, nichts liegt ihm ferner, als im Mittelpunkt zu stehen. Es ist ein wesentlicher Charakterzug, der allseits geschätzt wird, wen wundert es, dass viele keinen VHS-Kurs, geleitet von Stefano Barbera, auslassen.

Zahlreiche Ausstellungen

Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen hat er auf die Beine gestellt und viele nachhaltige Projekte angestoßen. Bei Stefano Barbera rennt man offene Türen ein, wenn er mit all seiner Erfahrung helfen kann. Ganz besonders gerne erinnert er sich an die Arbeit mit Kindern, mit und ohne Behinderung, soziale Mal-Projekte waren und sind ihm eine Herzensangelegenheit. "Egoismus ist eine der großen Volkskrankheiten, die lehne ich rigoros ab", erklärt Stefano Barbera vehement.

Um so größer ist nun seine Freude, dass seine Kursteilnehmer sich so für ihn mit dieser groß angelegten Ausstellung in der Gemeindehalle ins Zeug legen. "Das ist ein ganz besonderes Geschenk, das mich sehr bewegt", sagt Stefano Barbera gerührt.