Mit „Entschlossenheit ist immer der halbe Weg zur Rettung“, eröffnete der Vorsitzende des FC Grießen, Heiko Stanisch, die Hauptversammlung und brachte damit die Stimmung und die zukünftige Marschrichtung innerhalb des Vereines auf den Punkt. Der Abstieg der ersten Mannschaft in die Kreisliga B ist in frischer, schlimmer Erinnerung und hing schon seit drei Jahren wie ein Damoklesschwert über der Mannschaft. Stanisch nannte die ständig wechselnde Startaufstellung und natürlich die wenigen geschossenen Tore der Mannschaft als Gründe, vielleicht hätte man aber auch in der Trainerfrage früher reagieren sollen.

Dem nicht genug, wird damit auch die Finanzlage des FC Grießen betroffen sein, denn durch den Abstieg werden „Eintrittsgelder fehlen, Umsätze im Vereinsheim und Grillraum zurückgehen“, so stellte Stanisch realistisch in Aussicht. Folglich stehen keine rosigen Zeiten bevor. Dennoch machte der FC-Chef Chancen aus: mit Markus Eggert als neuen Trainer, unterstützt von Michael Schilling und dem Torwarttrainer Christian Forgione sowie Betreuer Alex Bächle. Erfreulich sei auch, dass die erste Mannschaft weitestgehend zusammenbleibe und mit einigen jungen Spielern der A-Jugend Verstärkung finde.

Zur Lage der zweiten Mannschaft, trainiert von Christian Riesterer, informierte Stanisch: „Auch sie litt unter der Misere der ersten Mannschaft“. Denn sie musste oft genug ihre Führungsspieler an die erste Elf ausleihen, um deren Abstieg zu verhindern. Und das, obwohl sie eigentlich in einer Top-Ausgangslage war. Dadurch belegt sie derzeit nur den sechsten Platz in der Kreisliga C.

Erfreulich hingegen zeigt sich die Situation der Jugendabteilung: „Wir haben eine schlagkräftige Jugendabteilung mit der Spielgemeinschaft Klettgau und unter Eigenregie wieder einige Mannschaften.“ Allerdings werden dringend Trainer gesucht.

Im Einzelnen sollten die Berichte der Trainer folgen, allerdings Trainer Thorsten Stauch, verantwortlich für die erste Mannschaft, glänzte durch Abwesenheit, sodass der stellvertretende Vorsitzende Michael Schilling in die Bresche sprang: „Die Ambitionen der ersten Mannschaft waren da, aber es hat nicht sein sollen!“ Auch Christian Riesterer beschränkte sich auf das Wesentliche der zweiten Elf: „Wir sind eine super Truppe in einem super Verein.“ Rund 110 Spieler hat Jugendleiter Ingolf Poeck unter seinen Fittichen, besonders erfreut zeigte er sich über den Aufstieg der B-Jugend in die Bezirksliga. Sorgen bereitet ihm jedoch die Trainerfrage, denn neun Trainer werden aufhören, neue Nachfolger werden dringend gebraucht.

Die Vereinskasse wurde schwer gebeutelt, sie hatte dem Bericht der Kassiererin Doris Hartwein zufolge ein kräftiges Minus zu verschmerzen, unter anderem wegen der Anschaffung eines teuren Rasenmäh-Roboters. Die vorhandenen Rücklagen sollen für die sehnsüchtig erwartete Sanierung des seit längerem schon unbespielbaren Hartplatz verwendet werden. In Vertretung von Bürgermeister Ozan Topcuogullari gab Gemeinderat Jürgen Spitznagel die zukünftige Devise aus: „Aufstieg der beiden Aktivmannschaften – dann feiern wir ein Fest!“