Beim vierten Treffen am Bau der Trockenmauer in Weisweil machte eine kleine Gruppe Kinder und Erwachsener die letzten Handgriffe. Kleine, pflegeleichte Pflänzchen wurden in die Mauer eingesetzt, die nun nicht nur nett aussieht, sondern auch reichlich Wohnraum für allerlei Tiere bietet. Das Projekt Trockenmauer ist aus einer Kooperation des Fördervereins Idee aus Klettgau mit dem Nabu Ortsverbund Waldshut-Tiengen entstanden. Kinder und Jugendliche sollten hier die Möglichkeit bekommen, sich für die Natur zu engagieren.

Das kleine Wiesenstück vor Weisweil auf dem die Trockenmauer nun steht, wurde von Peter Konz von der Naturschutzgruppe Klettgau zur Verfügung gestellt. Die Mauer selbst ist etwa einen Meter hoch, vier Meter lang und 20¦Zentimeter tief. Der Name Trockenmauer ergibt sich daraus, dass beim Erbauen kein Mörtel verwendet wird, sondern die Natursteine einfach nur aufeinandergesetzt werden. Beim Aufbau war für die Kinder besonders spannend, zu sehen, wie viele Versteinerungen und Ammoniten sich unter den verwendeten Steinen befanden.

Nabu-Vorsitzender Hauke Schneider erklärt: "So eine Trockenmauer ist gerade bei Amphibien und Reptilien zum Wärmetanken sehr beliebt, da sich die Steine in der Sonne gut aufheizen." Sobald sich das Gebilde vollends gefestigt hat, werden mit der Zeit immer mehr Bewohner zu sehen sein. Farbenfrohe Schillerfalter, Zauneidechsen und auch die ein oder andere Blindschleiche kann man hier mit etwas Glück beobachten, von zahlreichen Insekten einmal abgesehen. Eine gesonderte Pflege braucht die Trockenmauer nicht.