Zur Erläuterung des Wirtschaftsplans 2020 für den Gemeindewald war Revierleiter Michael Albrecht zur Gemeinderatssitzung eingeladen worden. Unter dem Motto „Wald im Wandel“ untermauerte er die schwierige Situation.

„Dieser Forstwirtschaftsplan ist so ungewiss wie noch nie“, meinte Michael Albrecht. Der Zenit der Borkenkäferplage sei noch nicht überschritten und somit die Entwicklung der Holzvermarktung nicht absehbar.

Der heftige Sturm Burglind Anfang 2018, der für viel Bruchholz sorgte, die lange Trockenheit sowie die dritte oder gar vierte Generation Borkenkäfer führte zu zwangsweisem Holzeinschlag, der die Lagerkapazitäten übersteigt. Die Sägewerke sind voll.

Bei der notwendigen Aufforstung führt eine schnell wachsende, bodenstabilisierende Baumvielfalt hoffentlich auf lange Sicht zum Erfolg. Die vorläufigen Zahlen der Planung für den Gemeindewald Dettighofen für das Jahr 2020 stellen sich wie folgt dar: 180 Fm (Festmeter) Käferholz zu 25 Euro pro Fm, 80 Fm Brennholz lang zu 55 Euro pro Fm, 40 Fm Derbholz zu 5 Euro pro Fm. Das ergibt insgesamt 9100 Euro plus Jagdpacht 830 Euro. Somit belaufen sich die Einnahmen auf 9930 Euro.

Dem gegenüber die Ausgaben: Holzernte 260 Fm zu je 25 Euro, Kulturen (bei einem Hektar Wiederaufforstung) 6200 Euro, Waldschutz und Erschließung je 1000 Euro, Steuern und Versicherungen 2000 Euro, Holzverkauf 840 Euro sowie Verkehrssicherung 1820 Euro. Gesamtausgaben: 22.960 Euro. Somit ergeben diese Planzahlen ein Minus von 13.030 Euro.

Der ausgeglichene Hiebsatz liegt vorläufig statt bei 470 Fm nur bei 300 Fm für die kommenden acht Jahre. Darüber hinaus gibt es viele Unwägbarkeiten hinsichtlich der anfallenden Holzmenge und deren Vermarktung, Holzpreise, Fördermittel sowie Größe der Kulturflächen. Der Bewirtschaftungsplan wurde einstimmig beschlossen.