„Crazy Pipes“ – Heiteres und Erheiterndes von der Orgel versprach Organist Andreas Konrad, der mit seinen Kolleginnen Esther Bollinger und Christel Mülhaupt zum Kirchenkonzert in die Erzinger katholische Pfarrkirche eingeladen hatte. Zahlreiche Besucher folgten ihr und erlebten ein spannendes, fesselndes Konzert. Sie brachten ihre Begeisterung mit stehenden Ovationen zum Ausdruck.

Tänze

Die erste Konzerthälfte war geprägt von Tänzen. Mit „Fanfara aus Estilo Brasileiro“ von Jochen Litzinger eröffnete Christel Mülhaupt, mit schönen langsamen Samba-Rhythmen, den Abend. Dem folgte der gefühlvolle Tango „S’il vous plait“ von Astor Piazzolla, interpretiert von Andreas Konrad, an einer Kirchenorgel ein ungewöhnliches Hörerlebnis, das die Konzertbesucher mit begeisterten Beifall bedachten.

Klassik

Die Rückkehr zu klassischen Komponisten in der Welt der Orgelliteratur zeigte „Boléro de concert“ von Lefébure-Wély an. Ein Hauch von Klezmer mit „Dance With Me“, Popmusik für Orgel, gespielt von Esther Bollinger, brachte freudvolle, volkstümliche Stimmung in die Kirche, die ein Mitsummen der eingängigen Melodie provozierte. Der gemütliche Ragtime „Heliotrope Bouquet“ bot eine Verschnaufpause, bevor es rund ging mit „Carousel Of Child“.

Bilder

Nicht weniger fröhlich kam „Penguin’s Playtime“ daher mit musikalischen Bildern von Pinguinen. Die Reise ging weiter mit der dreisätzigen „Schanfigger Bauernhochzeit“ von Hannes Meyer und führte dann nach Russland. Der „Walzer Nr. 2“ von Dmitri Schostakowitsch war einer der Höhepunkte des Konzerts. Den Zuhörern kamen unterschiedliche Bilder in den Kopf, je nachdem an welche filmische Verwendung des bekannten Stücks sie dachten oder auch an den Schlager von Karel Gott „Sonntags im Park“.

Glanzlichter

Es folgten weitere Glanzlichter, so der Tribut an die Fasnachtszeit mit „In honoris causa“, eine Improvisation von Andreas Konrad, darin versteckt zahlreiche Fasnachts- und Karnevalslieder. Gleich darauf erschienen hüpfende, herumwirbelnde Tanzpaare vor dem geistigen Auge: „Charleston“ von Uwe Hielscher ließ die Köpfe und Schultern der Besucher mitgehen. Marschmäßig ging das Konzert mit „Stars And Stripes“ zu Ende. Die vom begeisterten Publikum geforderte Zugabe wurde voller Freude prompt geliefert.