Die Dorfmusik Rechberg feierte ihr 40-jähriges Bestehen und gab am Wochenende zwei Konzerte unter dem Motto „Vo dä’ Guggenmusik zu dä’ Dorfmusik“ in der jeweils rappelvollen Gemeindehalle. Der Rechberger Narrenverein „Lätä-Schübel“ hatte 1974 die Gründung einer Musikapelle in Form einer Guggenmusik beschlossen. „Die Anfänge waren nicht leicht, zumal ein Großteil der Musiker mit Noten schlichtweg nichts anzufangen wusste“, erläuterte die Vorsitzende Jeannette Indlekofer in ihrem Rückblick.

Erster Dirigent war Hans Matt aus Erzingen. Im Sommer 1978 wurde mit der Ausbildung der ersten Zöglinge begonnen und es erfolgte die Umbenennung in „Dorfmusik Rechberg“. 1981 fand das erste Jahreskonzert statt. 1982 nabelte sich die Dorfmusik vom Narrenverein ab und wurde zum eigenständigen Verein. Seit 2016 ist Julia Huber, die aus den eigenen Reihen hervorging, sehr erfolgreich die musikalische Leiterin.

Mit solistischen Darbietungen

Am Sonntag eröffnete das Jugendorchester Klettgau den Konzert-Nachmittag. Unter der Regie von Vera Huber spielten die 21 Jugendlichen im Alter von acht bis 19 Jahren fünf Stücke, darunter zum Auftakt „The Jurassic Park Theme“ und im weiteren Verlauf den „Radetzky-Marsch“ von Johann Strauß und „Heathens“ vom US-Duo Twenty One Pilots. Die Jugendlichen kommen aus den Musikvereinen Erzingen, Geißlingen, Grießen, Riedern-Bühl und der Dorfmusik Rechberg. Als Solisten präsentierten sich Querflötist Pierre Zimmermann und Schlagzeuger Junies Schurig.

Als Solist auf der Querflöte trat Pierre Zimmermann vom Jugendorchester Klettgau in Erscheinung.
Als Solist auf der Querflöte trat Pierre Zimmermann vom Jugendorchester Klettgau in Erscheinung. | Bild: Erich Dahm 

Unter den Klängen des Narrenmarsches kam das Hauptorchester auf die Bühne. Vorsitzende Jeannette Indlekofer begrüßte die Besucher, unter ihnen Peter Fräßle vom Blasmusikverband Hochrhein. Das 39 Musiker starke Orchester präsentierte sich unter der Leitung von Julia Huber vorzüglich. Zum Auftakt wurde mit „Flight of the Thunderbird“ eine zauberhafte Komposition gespielt. Geboten wurden elf Titel aus der 40-jährigen Vereinsgeschichte. Im Gedenken an die mittlerweile verstorbenen einstigen Dirigenten und Musiker spielte das Orchester „The Rose“.

Publikum fordert Zugabe

Im weiteren Konzertverlauf spielte die Dorfmusik „A little Suite of Horror“, „Karneval von Venedig“, „Grease“, Slavonicka-Polka“, „Music“, „Bon Jovi Rock Mix“, „Klezmania“ und den „Radetzky Marsch“ sowie zum Abschluss den Hit-Mix „Les Humphries in Concert“. Das begeisterte Publikum forderte Zugabe, die von den Musikerinnen und Musikern und ihrer Dirigentin gerne gewährt wurde. Peter Fräßle sprach vielen Konzertbesuchern aus der Seele mit seiner Feststellung: „Das war ein ausgesprochen gutes Konzert, zu dem man der jungen und temperamentvollen Dirigentin Julia Huber nur gratulieren kann. Es hat Freude gemacht, der Musik zuzuhören.“