Wenn die Dorfmusik Rechberg zum Konzert bläst, dann kommen sie alle. Zwei Konzerttermine sind nötig, um die große Nachfrage zu befriedigen. Nachdem vor zwei Jahren Besucher abgewiesen werden mussten, da die Gemeindehalle bis auf den letzten Platz gefüllt war, wird das Samstagabend-Konzert am folgenden Sonntagnachmittag wiederholt.

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Bild: Eva Baumgartner

So auch in diesem Jahr und erwartungsgemäß herrschte bei Kaffee und Kuchen beim zweiten Auftritt erneut volles Haus. Unter dem Thema „legendär“ traten die Rechberger Musiker, unter der Leitung von Julia Wehinger, an, ein verheißungsvolles Thema, das in verschiedenster Hinsicht musikalisch beleuchtet wurde. Doch bevor die gestandenen Musiker aufspielten, hatte der Nachwuchs, das Jugendorchester Klettgau, den Eröffnungspart. 

Das diesjährige Jahreskonzert der Dorfmusik Rechberg, unter der Leitung von Julia Wehinger, hatte das Motto legendär und war ein großer Erfolg.
Das diesjährige Jahreskonzert der Dorfmusik Rechberg, unter der Leitung von Julia Wehinger, hatte das Motto legendär und war ein großer Erfolg. | Bild: Eva Baumgartner

An die 30 junge Musiker aus sechs Vereinen, aus Klettgau und Umgebung, im Alter von acht bis 20 Jahren, unter der Leitung von Vera Huber, schnupperten Konzertluft, eröffneten mit der Programmmusik „The Legend of Castle Armagh“ ihren Part, dem der Queen-Hit „ Bohemian Rhapsody“ folgte. Auch den legendären James Bond ließen sie mit der Filmmusik zu „Skyfall“ auferstehen. Insgesamt schlug sich der Nachwuchs sehr wacker und lieferte bereitwillig die geforderte Zugabe.

Entführung ins schottische Hochland

Das Dorfmusikorchester entführte die Zuhörer sodann in das schottische Hochland, „Highland Legend“ von John Moss: majestätische, dramatische Klänge zur Eröffnung, um dann mit „Legend of Maracaibo“ mit prächtigen, aufgetakelten Segelschiffen in die Schlacht auf hoher See zu ziehen, einer der Höhepunkte der ersten Konzerthälfte. Großer Beifall war der Dorfmusik sicher. Die zweite Konzerthälfte orientierte sich zumeist an die legendären Größen des Showgeschäftes, an Interpreten wie Amy Winehouse, Frank Sinatra oder der schwedischen Kultband Abba.

Bekannte Melodien reißen mit

Einzige Ausnahme war das beeindruckende „By the Rivers of Babylon“ von Ed Huckeby, gleich eingangs, spannende Rhythmen mit wunderschönen leisen, melodiösen Passagen der Holzbläser heimsten großen Applaus ein. Schließlich ein drastischer Richtungswechsel zu der großen Soulsängerin Amy Winehouse mit ihren Welthits wie beispielsweise „You know I´m no good“ oder „Rehab“, dem, man glaubt es nicht, die Titelmelodie zu „Winnetou und Old Shatterhand“ folgte, das zur großen Freude der älteren Semester im Saal, die mit wiegenden Köpfen die allseits bekannte Melodie in vollen Zügen genossen.

Abwechslungsreiches Programm

Das Duett von Frank und Nancy Sinatra beziehungsweise Robbie Williams und Nicole Kidmann „Something Stupid“, ein herrlicher Ohrwurm, bis hin zu „Selections from Mamma Mia“, mit dem jeder Musikverein ins Schwarze trifft, endete das schöne, höchst abwechslungsreiche Konzert. Freilich ohne Zugabe konnte das Orchester nicht von der Bühne abtreten.