Die Feuerwehr Klettgau war am frühen Donnerstagmorgen über vier Stunden nach einem Unfall auf der B34 im Einsatz. Ein Kleinlaster und ein VW Golf waren gegen 2 Uhr zusammengestoßen. Vier Menschen wurden schwer verletzt, zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Bei dem Klein-Lkw handelt es sich um ein Fahrzeug aus Polen, der Golf ist im Kreis Waldshut zugelassen.

Die Unfallursache steht noch nicht fest. Die Polizei erklärte am Donnerstag auf Anfrage, dass der Kleinlaster nicht abrupt auf die Gegenfahrbahn geraten, sondern während der Fahrt stetig auf die andere Straßenseite geraten sei. Das könne möglicherweise darauf hindeuten, dass er am Steuer eingeschlafen war. Tests bei den Unfallbeteiligten hätten ergeben, dass sie weder Alkohol noch Drogen konsumiert hatten. Die Ermittlung der Unfallursache werde dadurch erschwert, dass der Lkw-Fahrer mit Hilfe eines Polnisch-Dolmetschers befragt werden muss.

Unfall auf gerader Straße

Die Polizei schildert den Unfall so: Der 37 Jahre alte Fahrer Mann des Kleinlasters war kurz nach 2 Uhr mit seinem Renault Master auf der B 34 aus Lauchringen kommend in Richtung Klettgau-Erzingen unterwegs, als er auf dem geraden Streckenabschnitt bei Grießen auf die Gegenfahrbahn geriet. Ungebremst stieß er mit einem ordnungsgemäß entgegenkommenden VW Golf zusammen. In der Folge kamen beide Fahrzeuge von der Straße ab. Der 49-jährige Golf-Fahrer hatte noch versucht, nach rechts auszuweichen.

Rettungshubschrauber um Einsatz

Im Golf wurden neben dem Fahrer zwei weitere Insassen schwer verletzt. Der Fahrer und ein 38 Jahre alter Mitfahrer wurden mit dem Rettungshubschrauber in Unfallkliniken in Deutschland und in der Schweiz verlegt. Der dritte Insasse, ein 34-Jähriger, kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Waldshut. Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht laut Polizei bei keinem der Golf-Insassen Lebensgefahr. Der Fahrer des Klein-Lkws kam in das Spital nach Schaffhausen.

Der Mann erlitt eine Brustverletzung, auch bedingt durch den Umstand, dass er den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte. Er muss noch einige Tage stationär bleiben. Neben dem Rettungsdienst war auch die Feuerwehr Klettgau im Einsatz. Die beiden völlig demolierten Fahrzeuge mussten von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Schadenshöhe schätzt die Polizei auf rund 30.000 Euro. Die Bundesstraße war bis in die Morgenstunden komplett gesperrt.