Die Villa Camala in Grießen platzt aus allen Nähten. Das unter privater Trägerschaft stehende Betreuungsangebot für Kleinkinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahren soll um zwei betreute Gruppen erweitert werden, denn die Nachfrage nach zusätzlichen Betreuungsplätzen gipfelt in einer langen Warteliste für die Eltern.

In der jüngsten Gemeinderatsitzung stellte die Leiterin Carmen Schindler die Pläne und Ziele eindrücklich vor und brachte ihr Anliegen klar auf den Punkt: „Wir brauchen Geld.“ Zum derzeitigen Stand der Dinge berichtete sie, dass die Villa Camala auf die nächsten zwei Jahre komplett ausgebucht sei, deshalb habe man zusätzliche Räumlichkeiten in Grießen im Blick, hier sei das gegenüberliegende, jetzt leerstehende Friseurgeschäft eine ideale Lösung. Dort sei beabsichtigt, die Krabbelgruppe, die Kursangebote für Eltern sowie zukünftig die Hebammen-Beratung unterzubringen, damit in den derzeitigen Räumlichkeiten über dem Markant-Lebensmittelmarkt zwei zusätzliche betreute Gruppen eingerichtet werden können.

Investitionen belaufen sich auf 40 000 Euro

Der Umbau ist mit einigen Investitionen verbunden (neue sanitäre Anlagen) und wird mit rund 40 000 Euro gerechnet, davon übernimmt die Gemeinde einmalig 9000 Euro und schießt zur Anmietung 500 Euro, monatlich auf drei Jahre begrenzt, zu. Dies wurde einstimmig in der Sitzung beschlossen. Der Rest der Umbaukosten wird durch eigene Mittel sowie durch zu beantragende Zuschüsse bei den zuständigen Stellen realisierbar sein.

Die erste neue Betreuungsgruppe, an drei Tagen der Woche, für die bereits genügend Anmeldungen vorliegen, soll im Mai starten, dazu wird ein Zuschuss von der Gemeinde von 4200 Euro monatlich nötig sein. Im Oktober folgt dann die zweite, zweitägige Gruppe, dann entstünde ein weiterer Zuschussbedarf in Höhe von 2800 Euro, insgesamt dann 7000 Euro monatlich. Auch hierfür gab es vom Rat grünes Licht.

Da die neuen Plätze am Stichtag 1. März 2019 noch nicht in Betrieb waren, gibt es den Zuschuss nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) des Landes in Höhe von 68 Prozent erst im Jahr 2021. Das bedeutet die monatlichen Zuschüsse gehen bis dahin in voller Höhe zu Lasten der Gemeinde.