Klettgau Hochkarätiges Chor- und Osterkonzert in Pfarrkirche

Dirigent Nikolaus Indlekofer spornt seine Musiker zu Höchstleistungen an

Ein ganz besonderer Höhepunkt im Reigen der „Geistlichen Konzerte Erzingen“ zugunsten der Orgelrevision war am Sonntag das Chor- und Orchesterkonzert mit dem Konzertchor und der Philharmonie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) unter der Leitung von Nikolaus Indlekofer.

Pfarrer Thomas Mitzkus begrüßte die Konzertbesucher und dankte allen Beteiligten, die im Vorfeld unzählige Stunden in die Organisation investiert haben, damit dieses hochkarätige Konzert in Erzingen stattfinden konnte. In seiner Begrüßung dankte Mitzkus Indlekofer, der mit dieser großen Anzahl an Mitwirkenden für einen Nachmittag in seine Heimat nach Erzingen gekommen sei und so ein wundervolles Geschenk als Beitrag zur Orgelrevision mitbringe. Dass dieses Konzert einen bleibenden Eindruck hinterließ, bewiesen Stimmen, die am Ausgang zu vernehmen waren.

Zum Konzertauftakt wurde die Unvollendete Symphonie in h-Moll von Franz Schubert aufgeführt. Der erste Teil vermittelte den Zuhörern in der fast voll besetzten Erzinger Pfarrkirche eine perfekte instrumentale Darbietung der übersinnlich schönen, fast volkstümlichen Melodien, die sich urplötzlich zu musikalischem Ausdruck von Tragik, Grauen und Angst verändern, um dann wieder mit lieblicher Harmonie, Verzauberung und Hingabe zu erscheinen. Der zweite Teil war mit Chor, Orchester und Solisten der Aufführung der Messe Nr. 6 in Es-Dur gewidmet. Franz Schubert wollte mit diesem letzten Werk vor seinem Tod das „höchste der Künste“ schaffen. Es ist die größte Messe, die aus seiner Feder stammt. Rund einhundert Sänger des Konzertchores erfüllten den Raum beim Kyrie in perfekter Harmonie mit dem Orchester und in überwältigendem Forte beim lobpreisenden Gloria.

Das bekennende Credo erschien in einfühlsamer und sanfter Weise mit zwischendurch einsetzenden fulminanten Passagen. Hier setzte der Einsatz der Solisten besondere Akzente: Malte Müller und Kai Kluge mit Tenorstimmen, Heidrun Johanna Plesch (Sopran). Im Benedictus sangen zusätzlich Regina Grönegress (Alt) sowie Florian Kontschak (Bass). Wie zuvor und über das Sanctus bis zur Vollendung im Agnus Dei wurde die musikalische Lobpreisung eindrucksvoll mit Stimmenklang, durch den temperamentvollen Körpereinsatz und das meisterliche Können des Dirigenten Indlekofer in Perfektion inszeniert.

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