Sexueller Missbrauch von Kindern ist ein hoch emotionales Thema und auch im Kreis Waldshut werden Kinder zu Opfern: 25 Fälle waren es laut Kriminalstatistik im vergangenen Jahr. Der Opferhilfeverein Weißer Ring in Waldshut-Tiengen setzt auf Prävention.

Darum gab Sarah Meusburger vor einigen Tagen in der Gemeindehalle Bühl konkrete Antworten auf die Frage, wie sich überhaupt erkennen lässt, ob ein Kind vielleicht missbraucht wird. Rund 30 interessierte Zuhörer waren zu diesem Vortragsabend gekommen, den die Landfrauen Bühl ausgerichtet hatten.

Die Sicht des Opfers

„Das Publikum war sehr interessiert und nutzte gerne die abschließende Diskussionsrunde“, so Meusburger. Hier sei beispielsweise mit der Frage, wann der richtige Zeitpunkt wäre, die Polizei einzuschalten, ein aus Opfersicht sehr wichtiges Thema besprochen worden.

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Es war Sarah Meusburgers vierter Auftritt als Referentin zu diesem Thema. Sie sagt: „Kinder in Not sind darauf angewiesen, dass Erwachsene ihnen helfen.“ Ihr Ziel: „Ich möchte Erwachsenen dabei helfen, Kinder stark zu machen und in der Lage zu sein, Hilferufe zu erkennen und helfen zu können.“

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Dabei sei auch der Weiße Ring auf Unterstützung angewiesen, deshalb ergänzt Sarah Meusburger zur Veranstaltung in Klettgau-Bühl: „Ein herzliches Dankeschön gebührt den Landfrauen Bühl für das Engagement und die Spende, die den Opfern von Kriminalität zu gute kommen wird.“

Der kostenlose Präventionsvortrag von Sarah Meusburger richtet sich an Eltern, Großeltern und andere Erwachsene, sowie Lehrer und Erzieher. Kontakt über Siegfried Elis, Leiter der Außenstelle des Weißen Rings: Telefon 0151/55164732 oder siegfried.elis@gmail.com per E-Mail.