Die Erzinger Winzergenossenschaft besteht seit über 50 Jahren. Sie bewirtschaftet fünf Hektar Rebfläche, vorwiegend mit Spätburgunder, zu einem geringen Teil mit Müller-Thurgau. Pro Ar Rebfläche wurden 116 Kilogramm Trauben im Spätburgunder-Bereich geerntet, bei durchschnittlichen 100 Öchslegraden. "So ein Reben-Jahr gehört angebunden, die einzige Sorge waren die wenigen Niederschläge", so Martin Stoll. Nach den Frost-Jahren 2016 und 2017 hatten die Erzinger Winzer im vergangenen Jahr absolutes Traumwetter: "Bei der Lese sind erstmals Sonnenschirme benötigt worden. Ein optimales Weinjahr, das einen schönen Jahrgang hervorbringen wird", stellte der Vorsitzende in Aussicht. Auch mit seiner Führungsmannschaft zeigte er sich hochzufrieden: "Wir können uns blind aufeinander verlassen."

200.000 Euro Bilanzsumme

Nachdem jüngst die Wein-Messe über die Bühne gegangen ist, steht als nächster Termin das Kapellen-Fest am 2. Juni an. Bei der letztjährigen Veranstaltung unter dem Motto "Klingender Weinberg" sind 628 Euro Gewinn erzielt worden, die dem Musikverein Erzingen für die Anschaffung neue Uniformen gespendet wurden.

Hans-Jörg Zölle, der Geschäftsführer und der Mann der Zahlen, berichtete über den Jahresabschluss, demzufolge die Bilanzsumme bei rund 200.000 Euro liegt. Im Jahr 2018 wurden 53,4 Tonnen Spätburgunder-Trauben zum Badischen Winzerkeller nach Breisach geliefert. "Dort sind die Erzinger Winzer sehr gut aufgehoben", betonte Hans-Jörg Zölle.

Wahlen ohne Änderungen

Aufsichtsrat Heinz-Peter Hierholzer bescheinigte dem Geschäftsführer eine einwandfreie Buchhaltung. Unter der Leitung von Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Spitznagel wurden alle Vorstands- und Aufsichtsrats-Mitglieder wiedergewählt.

Eckart Escher vom Badischen Winzerkeller berichtete, dass 2018 rund 24.000 Tonnen Trauben angeliefert wurden, davon 41 Prozent Spätburgunder, 27 Prozent Müller-Thurgau und 32 Prozent Weiß- und Grauburgunder sowie andere Sorten.