Über zu wenig Arbeit beziehungsweise Einsätze kann die Klettgauer Feuerwehr zweifellos nicht klagen. Das vergangene Jahr war wieder einmal ein sehr turbulentes, bei dem die Mitglieder nahezu 900 Stunden bei Einsätzen unterschiedlichster Couleur leisteten. In seinem Jahresbericht lieferte der seit einem Jahr amtierende Kommandant Sebastian Schilling Daten und Fakten: 48 Einsätze, davon zwölf Brände, neun Überlandhilfen, zwölf technische Hilfen, acht Unwetter bedingte Einsätze und sieben mal Ausrücken zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Dazu kamen im laufenden Jahr 18 Proben und zahlreiche zusätzlichen Sonderproben.

Dank an Mannschaft und Gemeinde

Dankesworte reichtet er an seine ganze Mannschaft und ganz besonders an die Gemeinde, die die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges auch ohne Zuschuss bewilligte, Dazu erklärte er: „In puncto Sicherheit ist kein Euro fehl am Platz.“ Chef der Seniorenabteilung Erhard Heide berichtete von erfolgreichen Monatstreffen, die jeden zweiten Mittwoch im Monat stattfinden, eine wichtige Aufgabe der Senioren beinhalte demnach der Auf- und Abbau bei den vier Blutspendeterminen in der Gemeinde.

„Das neue Jahr begann sogleich mit einem Doppelschlag“, so der Schriftführer Andreas Kuhnert, ein Kaminbrand in Grießen, kurz darauf eine Türöffnung in Erzingen. Mehrere Einsätze wegen umgestürzter Bäume folgten auf dem Fuße, eine zunächst als Kleineinsatz eingestufte Alarmierung über einen umgestürzten Traktor auf der B 34 nahm dann größere Ausmaße an: mehrere Verletzte und die Vollsperrung der Bundesstraße. Während Klettgau glücklicherweise im vergangenen Jahr von großen Bränden verschont blieb, ereigneten sich in der Nachbarschaft einige schlimme Ereignisse, zu denen die Klettgauer Feuerwehr mit der großen Drehleiter anrücken musste, um Menschen aus brennenden Häusern zu retten, so in Eggingen, Stühlingen und Hohentengen. Ebenso wurden die Klettgauer nach Baltersweil und nach Lottstetten zu je einem Großbrand gerufen. „Die Gemeinde ist für die Bereitschaft und das Engagement der Feuerwehr unendlich dankbar“, so Bürgermeister Ozan Topcuogullari.

Ehrungen und Beförderungen

Zu guter Letzt hatte Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger die Aufgabe, die Beförderung von elf Feuerwehrmännern und die Ehrung von 13 Kameraden für 15 Jahre und ein Mitglied für 25 Jahre durchzuführen. Für 15 Jahre wurden geehrt: Thomas Böhler, Andres Faller, Andreas Fink Christoph Heide, Markus Hermle, Gerhard Rippel, Sebastian Schilling, Ozan Topcuogullari, Alexander und Matthias Tröndle, Eric Vogelbacher, Alexander und Daniel Weißenberger. Für 25 Jahre: Harry Wolfer.