So groß die Freude über den möglichen Aufstieg der ersten Mannschaft des FC Erzingen in die Landesliga ist – das entscheidende Spiel findet am morgigen Samstag statt – so ernüchternd war die geringe Zahl der zur Hauptversammlung anwesenden Mitglieder. Daraus machte der Vorsitzende, Thomas Indlekofer, keinen Hehl. Seine sportliche Bilanz war eine ganz andere: „Eine bombastische Saison mit dem Ergebnis der Vizemeisterschaft der ersten Mannschaft und damit die Qualifikation für die Relegation.

Es sei ein Verdienst des neuen Trainers Klaus Gallmann und seinem Team, die mit den Spielern das gesetzte Zeil mehr als erreicht hätten. Zur zweiten Mannschaft erklärte der Vorsitzende, dass die personelle Betreuung verstärkt werden müsse, der Klassenerhalt sei das erklärte Ziel. Es kann nicht sein, dass die erste Mannschaft aufsteigt, die zweite Mannschaft aber in die Kreisliga C absteigt.“

Übersoll an Schiedsrichtern

Sehr positiv sei die Nachricht, dass es in der nächsten Saison wieder ein A-Jugend in einer Spielgemeinschaft, unter der Federführung des FC Erzingen geben wird. Bezüglich der Anzahl der Schiedsrichter ist der Verein extrem gut aufgestellt: „Wir haben ein Übersoll, auf das wir stolz sein können.“ Schiedsrichter Matthias Heilig darf jetzt sogar Verbandsliga-Partien pfeifen, „nach nur einem Jahr, mit 23 Jahren ein sensationeller Erfolg“, so Indlekofer.

Kunstrasenplatz begeistert

Begeisterung weckt der neue Kunstrasenplatz: „Die Klettgauer Mannschaften trainieren auf einem der besten Kunstrasenplätze am Hochrhein„, so Thomas Indlekofer. Allerdings musste bei der Ausleuchtung des Platzes wesentlich nachgebessert werden.

Sportwart Patrick Netzhammer erläuterte im Detail die Situation der ersten beiden Mannschaften. Das Ziel, aus der Jugend die Spieler für die Aktivmannschaften zu rekrutieren, sei durchaus erreicht. An die 80 Jugendspieler in fünf eigenen Mannschaften spielten in dieser Saison, die gemeldete A-Jugend musste zurückgezogen werden, da der Kader zu klein war, so Jugendleiter Jürgen Malter.

Unter der Regie von Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Spitznagel brachten die Wahlen keine Veränderungen. Noch immer unbesetzt ist der Posten des stellvertretenden Vorsitzenden – sehr zum Missfallen des Vorstands, der händeringend eine Lösung sucht: „Vor allem jüngere Semester sind gefragt, um neue Ideen und Schwung in den Verein zu bringen“, so Thomas Indlekofer.