Höchst unsanft wurden die Klettgauer in aller Herrgottsfrühe aus dem Schlaf gerissen, der Blick mit noch dicken Äuglein aus dem Fenster zeigte eine entfesselte Narrenbande, die durch die Straßen zieht. In Erzingen machten sich die Rebfüdle, die Plauschmusik und die Lättäbomber auf den Weg zur Schule und zum Rathaus, um die Schüler zu befreien, die Lehrer sowie die Rathausleute im hohen Bogen hinauszuwerfen.

<strong>Bautrupp: </strong>Die Lehrer legen den Grundstein für den Neubau der Schule.
Bautrupp: Die Lehrer legen den Grundstein für den Neubau der Schule. | Bild: Eva Baumgartner

Letztere ahnten wohl Fürchterliches und versuchten zu retten, was zu retten ist. Die Lehrer legten noch schnell den Grundstein für den Neubau der Schule, das Rathaus wurde schleunigst in eine Klinik umgewandelt, um sich so als Retter in der Not für alle Kranken, Alten und Siechen zu präsentieren.

<strong>Versorgt:</strong> Klettgau hat endlich einen Landarzt gefunden, seine Praxis befindet sich im Rathaus.
Versorgt: Klettgau hat endlich einen Landarzt gefunden, seine Praxis befindet sich im Rathaus. | Bild: Eva Baumgartner

Genützt hat es freilich nichts: Der Rauswurf und die Machtübernahme durch die Narren ließen sich nicht abwenden. Aber es sollte noch schlimmer kommen, das Rebfüdle Narrengericht, für seine drakonischen Strafen bekannt, verurteilte erbarmungslos alle Klettgauer Missetäter.

Die Plauschmusik lässt es krachen.
Die Plauschmusik lässt es krachen. | Bild: Eva Baumgartner
<strong>Erbarmungslos: </strong>Das Rebfüdle Narrengericht. <sup></sup><sup></sup>
Erbarmungslos: Das Rebfüdle Narrengericht. | Bild: Eva Baumgartner