Das neunte Familien-Open-Air der evangelischen Kirchengemeinden Kadelburg und Klettgau und des Vereins Natur erleben Küssaberg war ein Erfolg. Zahlreiche Familien strömten am Samstag auf den Rastplatz in Geißlingen zwischen Maisfeldern und genossen die friedliche Atmosphäre. Die Pantomimin und Tänzerin Ingrid Irrlicht war abwechselnd in die Kostüme Rosa Ambrosia, die Pinguindame Ispergia als Klimaflüchtling und den Tropenbaum geschlüpft und bezauberte damit die jüngsten Besucher.

Die Seifenblasenkünstler DaCapo mit Ivan Corbella (links) und Otto Weizenegger brachten den Kindern viel Freude.
Die Seifenblasenkünstler DaCapo mit Ivan Corbella (links) und Otto Weizenegger brachten den Kindern viel Freude. | Bild: Yvonne Würth

Bereits aus den Vorjahren beliebt waren die Seifenblasenkünstler DaCapo mit Otto Weizenegger und Ivan Corbella. Begehrt ist auch Hans Spielmann, der mit seinen Mitmachliedern die Kleinsten begeisterte. Die Dorfkapelle mit regionalen und überregionalen Musikern, darunter auch Pfarrer Thomas Kaiser am Kontrabass mit Sohn Gabriel an der Violine, begeisterte den ganzen Nachmittag über. Mit dem Gesangsquartett Karamel spielten sie Irish Folk.

Die ausgebildete Pantomimin und Tänzerin Ingrid Irrlicht war abwechselnd in aufwendige Kostüme geschlüpft, hier Rosa Ambrosia.
Die ausgebildete Pantomimin und Tänzerin Ingrid Irrlicht war abwechselnd in aufwendige Kostüme geschlüpft, hier Rosa Ambrosia. | Bild: Yvonne Würth

Zum Mitmachen bei den Bretonischen Tänzen zeigte sich dank der Tanzübungen am Freitag eine große Menschenmenge bereit. Der Höhepunkt des Festes war der Auftritt der Beatles Tribute Band Help!, die die britische Band wieder aufleben ließ. Ermöglicht wurde das Familien-Open-Air mit Familien-Camping bei freiem Eintritt durch die Unterstützung der Kommunen Klettgau und Küssaberg sowie zahlreicher Betriebe und ehrenamtlicher Helfer.

Wie das Leben in Deutschland ist, erlebten die drei Gäste aus der amerikanischen Partnerkirche (von links): Maleena Hatfield, Andrew Burnside und Liz Bender. Sie halfen auch beim Familien-Open-Air mit.
Wie das Leben in Deutschland ist, erlebten die drei Gäste aus der amerikanischen Partnerkirche (von links): Maleena Hatfield, Andrew Burnside und Liz Bender. Sie halfen auch beim Familien-Open-Air mit. | Bild: Yvonne Würth

Wie das Leben in Deutschland und speziell in der Kirchengemeinde ist, erlebten drei Gäste aus dem amerikanischen Kansas. Ihr Besuch steht im Zusammenhang einer seit gut zehn Jahren bestehenden Partnerschaft der evangelischen Landeskirche in Baden mit der UCC-Konference Kansas-Oklahoma. „Ziel ist es“, so Pfarrer Thomas Kaiser, „dass die US-amerikanischen Jugendlichen das Leben am Hochrhein kennenlernen. Was liegt näher, als sie zum 'Little Woodstock near the Swiss border' einzuladen? Langfristig ist geplant, dass auch Jugendliche von hier nach Amerika reisen und das Leben dort kennenlernen.“

Der Gottesdienst wurde auf der Bühne zelebriert.
Der Gottesdienst wurde auf der Bühne zelebriert. | Bild: Yvonne Würth

Die Verantwortlichen der gastgebenden Kirchengemeinden halten es für wichtig, angesichts der globalen politischen Entwicklungen persönliche Begegnungen vor Ort zu ermöglichen, getreu dem Motto: Global denken, lokal handeln". Die amerikanischen Jugendlichen Maleena Hatfield, Andrew Burnside und Liz Bender wurden bei ihrem neuntägigen Aufenthalt in Gastfamilien in Küssaberg und Klettgau untergebracht. Sie halfen beim Aufbau des Familien-Open-Airs mit und feierten auch den Abschlussgottesdienst mit.

Sehenswürdigkeiten für amerikanische Besucher

Auch ein touristisches Programm ist für sie geplant: eine Tour durch den Schwarzwald, ein Abstecher zum Dom nach St. Blasien und ein Kurztrip zum Rheinfall. Dekanin Christiane Vogel aus Waldshut unterstützt den Besuch: „Ich finde es klasse. Ich bin sicher, die drei amerikanischen Jugendlichen werden mit wichtigen Impulsen aus dem schönsten Kirchenbezirk der Landeskirche wieder nach Hause fliegen.“