Was tut sich eigentlich beim Erzinger Altenwohnstift? Das Gefühl, dass nach dem großen Brand im Oktober vergangenen Jahres nicht viel passiert ist, stieß einigen Gemeinderäten im Rahmen der Haushaltsberatungen bitter auf. Rechnungsamtsleiter Andreas Merk informierte dazu: "Im zweiten Quartal 2019 ist damit zu rechnen, dass wir im Altenwohnstift wieder einen regulären Betrieb haben werden." Will heißen: Alle 15 Wohnungen sollen dann wieder bewohnbar sein.

Provisorische Dachbedeckung

Eigentlich hätte das schwer beschädigte Dach vor dem Wintereinbruch fertig sein sollen, dennoch ist es im nördlichen Bereich noch immer nur mit einer provisorischen Dachabdeckung vor Nässe geschützt. Auf Nachfrage beim Ortsbauamt versicherte Stefan Zölle, dass der beauftragte Zimmereibetrieb Anfang des kommenden Jahres das neue Dach aufbauen wird und auch der Fensterbauer im Laufe dieser Woche mit dem Einbau beginnen wird. Angesichts der derzeitigen Auslastung der Handwerksbetriebe ergaben sich immer wieder große Verzögerungen, vor allem der Fensterbauer ließ auf sich warten, so war im Rahmen der Sitzung zu erfahren.

Gleich Anfang des neuen Jahres soll es mit dem Wiederaufbau weitergehen. Von den 15 Wohnungen sind sieben Wohnungen wieder bewohnt, sechs weitere müssen noch renoviert werden. Der Haushalt 2019 sieht für die noch kommenden Baumaßnahmen 200 000 Euro vor, hinzu kommen 50 000 Euro für eine zweite Fluchttreppe. Insgesamt sind Kosten von rund 450 000 Euro entstanden, die, so hofft Rechnungsamtsleiter Andreas Merk, in voller Höhe von der Gebäudeversicherung übernommen werden.