„In einem anspruchsvollen Umfeld ist es uns auch 2018 gelungen, erneut überdurchschnittliche Wachstumsraten zu verzeichnen“, bilanzierte der Vorstandsvorsitzende Ekkehard Windler bei der Vertreterversammlung der Volksbank Klettgau-Wutöschingen in der Gemeindehalle in Erzingen.

Plus von 16,6 Prozent

Mit dem Ergebnis zeigten sich Vorstand und Aufsichtsrat zufrieden: Die Bilanzsumme beträgt rund 644 Millionen Euro, ein Plus von 16,6 Prozent, das betreute Kundengesamtvolumen (inklusive Kredite) stieg um 14 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro. „In den vergangenen fünf Jahren verzeichneten wir ein Wachstum von 395 Millionen Euro oder 52 Prozent. Im Vergleich zu 23 Prozent bei den Kreditgenossenschaften in Baden-Württemberg liegen wir weit über dem Durchschnitt“, erklärte Ekkehard Windler.

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Dieses Wachstum trug laut Windler bei gleichzeitigem nachhaltigem Kostenmanagement dazu bei, dass wir trotz anhaltendem Niedrigzinsumfeld ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen konnten, dass uns ermöglicht, die Rücklagen und Vorsorgereserven angemessen zu stärken, und eine Dividende deutlich über Kapitalmarktniveau vorzuschlagen.“ Die 62 anwesenden Mitglieder stimmten einer Dividende von drei Prozent zu, damit werden 91 619,22 Euro an die Mitglieder ausgeschüttet, ein Million Euro werden den Rücklagen zugeführt.

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Vorstandsvorsitzender Roland Rosenberger stellte die Geschäftszahlen des Jahres 2018 vor und stellte fest: „Wir profitierten auch 2018 von unserer starken Marktposition im Bereich Unternehmens- und Mittelstandsfinanzierung. Starke Impulse gehen aber auch vom Privatgeschäft aus, wo vor allem langfristige Immobilienfinanzierungen zu einem stärker als der Markt wachsenden Kreditbestand beitragen.“

Niedrige Zinsen

Ein Wehrmutstropfen sind laut Rosenberger die aufgrund des Niedrigzinsniveaus gesunkenen Zinsmargen. Roland Rosenberger warf einen Blick auf 2019: „Auch im laufenden Jahr ist die Zinsmarge rückläufig und bei gleichzeitig moderat steigenden Kosten rechnen wir mit einem rückläufigen Jahresergebnis.“ Beide Vorstände bedankten sich bei den Mitgliedern für das Vertrauen und hoben die Verdienste ihres Mitarbeiterteams hervor.

Finanzmarktkrise

Aufsichtsratsvorsitzender Georg Eble thematisierte die Finanzmarktkrise, die ständig nach neuen Wegen verlange, um das Finanzschiff auf Kurs zu halten: „Die Menschen freuen sich über die Niedrigzinsen für ihre Kredite, dabei wird gerne übersehen, dass dadurch unsere Bankenvielfalt gefährdet ist und die Gefahr von Monopolbildungen durch eine sich anbahnende Fusionswelle besteht. Für kleine Banken wird es dadurch immer schwieriger sich halten zu können. Und was kommt dann? Unbewegliche Einheiten, die den Mittelstand ins Schwimmen bringen, denn da spielen Zuverlässigkeit oder lange Zusammenarbeit bei Kreditvergaben keine Rolle mehr.“

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Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Bei den turnusmäßigen Wahlen wurden Gabriela Lüber, Horst Schmidle und der Vorsitzende Georg Eble wiedergewählt. Als neues Aufsichtsratsmitglied wurde Jan Albicker, Bürgermeister von Weilheim, vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Somit ist der Aufsichtsrat auf sieben Mitglieder gewachsen. Wirtschaftsprüfer Jürgen Albrecht überbrachte die Grüße der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband und gratulierte zu dem guten Geschäftsergebnis. „Sie haben gut gewirtschaftet, um ihre Bank mache ich mir keine Sorgen.“