Wie ist der aktuelle Stand bei den Kindergärten und Kitas? Wie sieht der Bedarf nach Betreuungsplätzen für Kinder in der Gemeinde Klettgau aus? Mit diesen Fragen hatte sich der Gemeinderat zu befassen. Dies nicht nur, um genügend Betreuungsplätze – wie gesetzlich vorgeschrieben – bereitstellen zu können, sondern auch im Hinblick auf einen effizienten Einsatz der finanziellen Mittel.

Hauptamtsleiter Thomas Metzger legte ausführliche Informationen mit aussagekräftigen Statistiken vor, derzufolge „der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in der Gemeinde Klettgau voll erfüllt werden kann.“

Wenn die Gemeinde allerdings einen Platz am Wohnort oder im gewünschten Kindergarten anbieten möchte, seien neue Plätze in den Kindergartengruppen in Grießen und Rechberg notwendig. Der Bedarf nach Plätzen für Kinder unter drei Jahren zeigt demnach eine steigende Tendenz.

So sind in der kommunalen Tagesstätte Tausendfüssler in Erzingen ab Oktober 2019 mit den derzeitig vorliegenden Anmeldungen 35 Plätze belegt, möglich sind dort bis zu 40 Plätze. Die private Einrichtung Villa Camala in Grießen muss aufgrund der steigenden Nachfrage erweitern, geplant ist dort die Eröffnung von zwei neuen betreuten Spielgruppen.

VÖ-Gruppe wird umgewandelt

Bei den Plätzen für Kinder ab drei Jahren sind die sechs Kindergärten weitestgehend gut gerüstet. In allen sechs Klettgauer Kindergärten werden aktuell 313 Kinder mit verschiedenen Betreuungszeiten versorgt. Lediglich in Grießen und Rechberg könnten Engpässe entstehen.

In Grießen werden 87 Kinder betreut, um alle Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr berücksichtigen zu können, soll die vorhandene Kleinkindergruppe mit verlängerter Öffnungszeit (VÖ) in eine „normale“ Gruppe mit VÖ umgewandelt werden. In Rechberg reichen die Plätze voraussichtlich auch nicht aus, dort muss vermutlich eine zusätzliche Kleingruppe für zehn Kinder eingerichtet werden.