Viele kommunale Themen treiben die Klettgauer um, genauso wie große kostspielige Projekte in die Infrastruktur der Gemeinde. Allen voran die Gemeinschaftsschule beziehungsweise die Realschule und der dringend gebrauchte Breitbandausbau, um nur die größten Posten zu nennen. So gesehen ist der Neujahrsempfang, zu dem Bürgermeister Ozan Topcuogullari einlädt und dabei einen umfassenden Jahresrückblick abliefert, eine ideale Gelegenheit sich zu informieren. Darüber hinaus werden alljährlich verdiente Klettgauer Bürger geehrt, die mit ihrem sozialen Engagement Herausragendes für die Gemeinde leisten. Erwartungsgemäß herrschte deshalb in der Rechberger Gemeindehalle wieder volles Haus. Wie immer umrahmte die Dorfmusik Rechberg den Abend mit stimmungsvoller Musik.

Gemeinschaftsschule

Den größten Raum in der Rede des Bürgermeisters war die Situation der Gemeinschaftsschule, zu der er Schritt für die Schritt die in die Wege geleiteten Maßnahmen zur Rettung des weiterführenden Schulstandortes in Klettgau aufzeigte. Dabei war sein dringlichstes Anliegen wieder das Vertrauen der Bürger beziehungsweise Eltern zu gewinnen, vor allem in Bezug auf den Erweiterungsbau. "Eine starke wohnortnahe Schule bedeutet Lebensqualität", betonte er. Derzeit laufen die Sanierungsmaßnahmen am Bestandsgebäude, neue WC-Anlagen im Erdgeschoss, neue Gestaltung im Eingangsbereich, die Modernisierung von Klassenräumen und anderes mehr, führte er an. Das alles soll, so das Ziel, am Tag der offenen Tür am 16. Februar zu besichtigen sein. "Auch die Vorbereitungen für den Erweiterungsbau liefen auf Hochtouren", versicherte der Bürgermeister.

Breitbandausbau

Auf das Thema Breitbandausbau ging er ausführlich ein. Die Kosten für die Ortsteile (Erzingen, Rechberg, Weisweil, Bühl), in denen die Gemeinde Glasfaser verlegen darf, liegen bei 13 Millionen Euro, abzüglich der Förderungen kostet dies die Gemeinde rund zwei Millionen Euro. Bei den Gewerbegebieten in Grießen und Erzingen liegen die Förderbescheide in Höhe von 80 Prozent der Kosten vor, verbleiben 300 000 Euro, die von der Gemeinde zu tragen sind. Daneben streifte er viele andere Themen wie Radwegebau, die Erweiterung der Serviceleistungen in den Rathäusern, der neue Recyclinghof in Grießen und anderes mehr, bevor er die feierliche Ehrung von vier Klettgauern vornahm.

Ehrung für verdiente Bürger

Ari Canonica aus Riedern am Sand, Eigentümer des ehemaligen Riederner Zollhauses, lädt seit zwei Jahren an 24. Dezember unter dem Motto "Niemand braucht an Heilig Abend alleine zu sein", alle Klettgauer in das Zollhaus ein und bietet jedem Besucher kostenlos Speisen und Getränke. Stefano Barbera leitet seit 35 Jahren Malkurse an der Volkshochschule Klettgau. Seine Kurse sind stets extrem gut besucht, gemeinsam mit seinen Kursteilnehmern hat er zahlreiche beachtenswerte Ausstellungen auf den Weg gebracht. Die Ordensschwestern Itta und Sabina wurden ebenso für ihr enormes soziales Engagement gewürdigt – als einstige Leiterinnen des Kindergartens und der Kinderkrippe, jetzt im Ruhestand für ihre Krankenbesuche und Trauerbegleitung.

Vier Klettgauer Bürger wurden geehrt, von links: Ari Canonica, Bürgermeister Ozan Topcuogullari, Stefano Barbera und die Ordensschwestern Itta und Sabina.
Vier Klettgauer Bürger wurden geehrt, von links: Ari Canonica, Bürgermeister Ozan Topcuogullari, Stefano Barbera und die Ordensschwestern Itta und Sabina.