Die Gemeinde Jestetten hat genug. Hat sie das Befahren von Waldwegen mit dem Auto bisher geduldet, wird sie es ab 2021 strikt verbieten und ahnden. Das machte Bürgermeisterin Ira Satter in der jüngsten Gemeinderatssitzung unmissverständlich klar. Sie sei von Jagdpächtern darauf hingewiesen worden, dass vor allem Waldwege auf der Gemarkung Altenburg unzulässig befahren würden.

Die Rechtslage ist eindeutig

Sie verwies auf die Rechtslage, verankert im Landeswaldgesetz: „Das Fahren im Wald ist verboten.“ Die Gemeinde habe jedoch speziell den Mitgliedern des Fischervereins Zugeständnisse gemacht. Sie dürfen bis dato durch den Wald fahren und am Rhein angeln. So lange es verträglich ist.

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Sattler zum jetzigen Zustand: „Es gibt zunehmende Fahrten im Wald, und Fahrzeuge werden widerrechtlich abgestellt. Es hat ein Ausmaß angenommen, das die Verträglichkeit überschreitet.“

Zufahrt bis zum Grillplatz erlauben

Nach dem Jahreswechsel soll damit Schluss sein. Die Verwaltung stellt in Aussicht, zum Zweck der Gewässerreinigung und des Fischbesatzes Fahrgenehmigungen zu erteilen. Auch die Zufahrtsregelungen sollen geändert werden. Jedoch soll die Zufahrt zum Grillplatz mit Klosterblick erlaubt werden.

Revierförster kontrolliert künftig

„Wenn wir schon einen Grillplatz haben, dann sollte man ihn auch anfahren dürfen“, meinte sie. Revierförster Ralf Göhrig werde die Kontrolle im Wald übernehmen. Der Sportfischerverein sei über das beabsichtigte Verbot informiert worden. Bisher sei noch keine Rückmeldung gekommen.

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In diesem Zusammenhang monierte Gemeinderat Henry Brückel, dass der Nassenweg als Ortsverbindungsweg genutzt werde – und das oft mit Druck auf dem Gaspedal. „Wenn man etwas sagt, wird man noch angepöbelt“, ärgerte sich Brückel, „auch da sollte man mal schauen.“ Dazu die Rathauschefin: „Dem Gemeinderat steht es frei, das jederzeit zu ändern.“