Neo-Ökologie spielt für Lottstetten eine große Rolle. In Kooperation mit der Gemeinde Lottstetten, der Sparkasse Hochrhein und dem Innovationsforum Südwest stellten das Kieswerk Rehm und der Hof Russ den Weg ihrer Betriebe zur Nachhaltigkeit vor. Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind Begriffe, die sich zu einem zentralen Wirtschaftsmotor entwickeln. Viele Unternehmen sind auf dem Weg, nach klugen Strategien zu suchen, die auf die intelligente Nutzung von Ressourcen anstatt auf Verschwendung setzen.

Weg in die Zukunft

„Wir haben viele mittelständische Unternehmen hier in Lottstetten“, sagte Bürgermeister Andreas Morasch, „die uns die Treue halten und nicht abwandern.“ Gemeinsam mit diesen Unternehmen möchte der Bürgermeister seine Gemeinde erfolgreich in die Zukunft führen. Monika Studinger, Projektleiterin des Forums sieht viel Innovation in der Region und schwärmte von der erfreulichen Entwicklung im Jestetter Zipfel in Sachen Nachhaltigkeit.

Kies als wichtiger Rohstoff

Urban, Lucia und Markus Rehm skizzierten die Geschichte ihres Unternehmens und beschrieben, wie man Betonrecycling statt Kies nutzen kann. Der Rohstoff Kies sei auf lange Sicht nicht ganz zu ersetzen und dürfe nicht verschwendet werden. Durch große Photovoltaikanlagen, die eine Leistung von mehr als einem Gigawatt erzeugen können, trägt der Betrieb zur Versorgung mit erneuerbarer Energie bei.

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Stefan Russ sah sich genötigt, an eine scheinbar vergessene Weisheit zu erinnern: „Die Landwirtschaft ist dazu da, die Menschen zu ernähren.“ Er kritisierte romantisierende Vorstellung weiter gesellschaftlicher Kreise. „Wenn bei uns auf den Äckern nur noch Blumen blühen, kommen die Lebensmittel aus dem Ausland, wo es niemanden interessiert, wie produziert wird.“

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Auf dem Hof Russ werde Kalb- und Rindfleisch mit hoher Qualität auf der höchsten Tierwohlstufe produziert. Die Hinterlassenschaften der Rinder und Hühner sorgen via Biogasanlage für Energie in 750 Lottstetter Haushalten und versorgen 100 Gebäude mit Wärme. Durch modernes Management schaffe es der Betrieb CO2-positv zu arbeiten.