Vor 20 Jahren hat Sibylle Krause ihr Amt als Pfarrerin der evangelischen Markus-Gemeinde angetreten. Hierfür wurde die 52-Jährige in einem Gottesdienst geehrt.

Geboren in Offenburg, hat Krause dort 1987 das Abitur absolviert und studierte im Anschluss in Bethel, Tübingen und Zürich Theologie. Daneben war sie in den Bodelschingh‘schen Anstalten in Bethel sowie in einem Altenpflegeheim in Tübingen tätig. Ihr zweijähriges Lehrvikariat legte sie in Meißenheim in der Rheinebene ab. Danach folgte das, ebenfalls zweijährige Pfarrvikariat in Triberg. Die Pfarrstelle in Jestetten war die erste reguläre Stelle von Sibylle Krause, die hier schnell heimisch wurde, heiratete und den Kindern Mathilde und Jakob das Leben schenkte.

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Wie hat sich in den 20 Jahren die seelsorgerische Tätigkeit in Jestetten verändert? „Natürlich hat in zwei Jahrzehnten ein Generationenwechsel in der Gemeinde stattgefunden. Äußerlich betrachtet, kam es zu einer „Digitalisierung„ vieler Aufgaben, neue Arbeitsbereiche kamen dazu, von denen man sich vorher nicht hätte träumen lassen, etwa Datenschutz, Arbeitssicherheit und jetzt immer wieder das Erstellen von Infektionsschutz-Konzepten. Dagegen sind Selbstverständlichkeiten verloren gegangen, etwa dass Menschen ihre Kinder taufen lassen und Jugendliche zur Konfirmation gehen.“

Das ist ihr Herzensanliegen

Etwas schwer tut sich die Pfarrerin bei der Frage, inwieweit sie die Gemeinde prägen konnte: „Heikles Thema: habe ich unsere Gemeinde schon deswegen geprägt, weil ich die erste Frau auf dieser Pfarrstelle war? Manche haben meinem Dienstantritt damals durchaus mit Skepsis entgegen geschaut. Mein Herzensanliegen ist es, Menschen zu einem Leben im Vertrauen auf Gott zu ermutigen, sie auf diesem Weg und in der Gewissheit zu stärken: „Gott nimmt dich wahr!“

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Mit Blick auf die eigene Zukunft und die der evangelischen Landeskirche sagt Sybille Krause: „Meine eigene Zukunft ist natürlich eng verbunden mit der meiner Familie, die hier in Jestetten verwurzelt ist. Und ich wünsche mir, dass das, was kommt, dann für alle stimmt.“ Die Zukunft der Landeskirche werde wohl ganz anders aussehen, als viele es sich jetzt ausmalen. „Die Corona-Pandemie hat so deutlich gemacht, wie schnell alle klugen Vorausberechnungen Makulatur sind.“

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