200 bis 300 statt wie bisher zehn Megabit pro Sekunde Datengeschwindigkeit – das weckte mehr Interessenten als die Verwaltung angenommen hatte. Wie Jestettens IT-Spezialist Günther Vollmer in der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte, wollten alle angrenzenden Hauseigentümer im Baugebiet Dankholz-Kirchenäcker einen Hausanschluss. Allerdings reichen nun die im Gemeinde-Haushalt kalkulierten 120.000 Euro bei Weitem nicht. Die in der jüngsten Sitzung an die Firma Georg Vetter (Hüfingen) vergebenen Arbeiten kosten laut Angebot rund 224.000 Euro.

13 zusätzliche Anschlüsse

Bei 100.000 Euro mehr als veranschlagt mussten die Gemeinderäte erst einmal durchatmen. Die Erklärung ist einfach: Die Verwaltung habe nicht damit gerechnet, dass alle 23 angrenzenden Hauseigentümer einen Hausanschluss wollten. 13 zusätzliche Anschlüsse verursachen einen Teil der Mehrkosten von über 100.000 Euro.

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„Die Summe amortisiert sich trotzdem im Lauf der Jahre“, erklärte Vollmer. Zur Finanzierung des Fehlbetrags solle laut Bürgermeisterin Ira Sattler der Haushalt mit Minderausgaben in anderen Bereichen nachgebessert werden, sagte Bürgermeisterin Ira Sattler.

Gemeinde bekommt Pacht für jeden Kunden

In der Februarsitzung hatte der Gemeinderat sich für die Variante entscheiden, dass vom landkreiseigenen Backbone-Netz zwei Glasfaserkabel zu den Kabelverzweigern der Deutschen Telekom verlegt werden. Die Kosten für die Erdarbeiten, die Verlegung der Leerrohre, Straßen- sowie Kabel- und Spleißarbeiten übernimmt die Gemeinde. Die Schönauer Firma Stiegeler als Betreiber des Backbonenetzes des Landkreises versorge das Gebiet laut Vertrag. Die Gemeinde Jestetten erhalte für jeden von Stiegeler versorgten Kunden eine monatliche Pacht von 11 Euro, so die damalige Information.

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