Frau Oellerking-Mumme, wie war es damals vor 20 Jahren als Sie in den Kirchengemeinderat nachgerückt sind?

Das Apothekerehepaar Ketterer hat 1999 die Kloster-Apotheke übergeben und ist weggezogen. So bin ich für meine ehemalige Chefin, Christa Ketterer, in den Kirchengemeinderat nachgerückt. Mir kam es alles sehr eingefahren und steif vor. Ich habe wohl viel hinterfragt und wollte frischen Wind einbringen. Einmal hieß es: Ist die Sitzung beendet? Nein, Frau Motzking-Mumme hat noch nichts gesagt. Damals wurde viel umgesetzt, finde ich. Natürlich nicht nur durch mich. Das geht nur im Team, mit mehreren. So wurde ein Kindergottesdienst ins Leben gerufen, später kam die Jungschar noch dazu. Der Gemeindebrief wurde neu konzipiert. Ich habe also nicht nur gemotzt, sondern auch zu Veränderungen beigetragen.

Was hat sich in der Zwischenzeit geändert?

Damals war ich die Jüngste, heute bin ich fast die Älteste. Einiges bleibt einfach immer gleich, ob man will oder nicht. So muss der Haushalt beschlossen werden, irgendwelchen Verordnungen zugestimmt werden und so weiter. Das ist schon sehr dröge manchmal, finde ich.

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Was ist Ihnen selbst wichtig bei Ihrer Arbeit im Kirchengemeinderat der Markusgemeinde Jestetten?

Dass ich was bewirken kann, umsetzen. Eben nicht nur motzen. Und da ich ja immer wiedergewählt wurde, kann es ja nicht so schlecht gewesen sein.

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Inwieweit konnten Sie Ihre eigenen Vorstellungen in die Kirchengemeinde einbringen?

Sehr gut und sehr viel. Damals die Kinder-und Jugendarbeit, das Redaktionsteam, der Grüne Gockel war mir auch sehr wichtig, unseren Frauensonntag, im Festausschuss vom Gemeindefest und das neueste ökumenische Projekt: Mitten im Leben. Das ist doch wirklich eine ganze Menge. Denn wie gesagt nicht nur motzen, sondern machen!