Gemeinsam mit der Erzinger Grafikdesignerin Nicole Netzhammer hat ein Ausschuss des Gemeinderats in den vergangenen Monaten Ideen entworfen, die als Ergebnis einer Bürgerbefragung entstanden sind. Die Befragung der Bürger und des Gewerbes hatte ergeben, dass die Einwohner die große Lebensqualität besonders schätzen. Hierbei spielt die großartige Natur, der Rhein, die Nähe zur Schweiz, zum Bodensee und Schwarzwald sowie das intakte Vereinsleben eine große Rolle. Zusammenhalt und Zugehörigkeit sind demnach Schlüsselbegriffe für die Lottstetter.

Vier Logos zur Auswahl

Die Arbeitsgruppe hatte vier Logos kreiert und die beiden, ihrer Meinung nach besten Vorschläge mit in die Sitzung gebracht. Bürgermeister Morasch hatte bewusst darauf verzichtet, die Entwürfe schon vor der Sitzung zu veröffentlichen. „Ich weiß, dass eine Entscheidung schwer ist, aber ich finde, dass es der beste Weg ist, diese spontan herbeizuführen“, sagte der Bürgermeister. Der überwiegende Teil des Rates sah dies genauso, wenige hätten lieber noch die eine oder andere Nacht darüber geschlafen.

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Schließlich stand die Entscheidung zwischen zwei Entwürfen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Einerseits ein moderner Entwurf mit mittelalterlichen Anleihen in den Farben rot und schwarz, auf der anderen Seite ein goldener Schriftzug, der die fünf Lottstetter Ts als Menschen darstellt. „So etwas habe ich noch nie gesehen“, stellte Sandra Wipf (Freie Wähler) fest, „das passt hervorragend zu Lottstetten.“ Das sah Martin Russ (CDU) zwar genau so, doch er hatte Bedenken, dass man dieses Logos bald überdrüssig würde.

Das neue Logo der Gemeinde besticht durch seine Einzigartigkeit.
Das neue Logo der Gemeinde besticht durch seine Einzigartigkeit. | Bild: Ralf Göhrig

Grundsätzlich wurden beide Entwürfe gelobt, doch die Diskussion zog sich lange Minuten hin – die Vor- und Nachteile beider Entwürfe wurden diskutiert und bevor das ganze Paket wieder aufgeschnürt wurde, beschloss Andreas Morasch einen Beschluss herbeizuführen. Und dabei setzte sich der extravagantere Entwurf knapp durch.

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Schließlich stand die Überlegung im Raum, ob der Schriftzug in grün – die Natur symbolisierend – nicht besser als die goldene Schrift sei. Doch bis auf Hauke Schneider (Freie Wähler) sah das niemand so. „Wir haben schon genügend grün“, befand Martin Russ unter weitgehender Zustimmung seiner Ratskollegen.

Andreas Morasch war froh, zu einer Entscheidung in der Sitzung gekommen zu sein und schloss mit der Aussage: „Jetzt müssen wir das Logo mit Leben füllen.“