Beim Schnörriobed der Narrenzunft Altenburg war zu spüren, dass sich die Menschen wieder treffen, reden, tanzen und Spaß haben wollten. Eine gute Gelegenheit dazu war der Schnörriobed in der Altenburger Halle. Hier konnte man alles erleben, was Fasnacht ausmacht: Kreative Kostüme, unterhaltsame Auftritte, Improvisation und Büttenreden fernab jeder politischen Korrektheit.

Angeführt vom Narrenpolizisten Michael Fink zogen die Narren in die Halle ein.
Angeführt vom Narrenpolizisten Michael Fink zogen die Narren in die Halle ein.

Es gab einiges, was sich die zahlreich erschienenen Honoratioren anhören mussten – ob amtierender oder ehemaliger Bürgermeister – die Politiker und Geistlichen bekamen ihr Fett weg.

Heike Raif brachte mit spitzer Zunge Heikles zur Aussprache.
Heike Raif brachte mit spitzer Zunge Heikles zur Aussprache. | Bild: Ralf Göhrig

Der Neustart nach Corona war geprägt von einem Wechsel in der Moderation. Nach 13 Jahren Stephan (Bierwagen) und (Markus) Valli (Vallböhmer) traute sich nun Achim Schmitt, in die großen Fußstapfen zu treten – und meisterte dies großartig.

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Als Assistentin wurde ihm der virtuelle Sprachassistent „Alexa“ zur Seite gestellt. „Jetzt wird geböhlert“ lautete das Motto des Abends und so zierte der aus einer Kanone abgeschossene Bürgermeister Dominic Böhler das Bühnenbild.

Das Männerballett tanzt fast synchron über die Bühne.
Das Männerballett tanzt fast synchron über die Bühne. | Bild: Ralf Göhrig

Um 20.11 marschierten die Altenburger Narren, angeführt vom Narrenpolizisten Michael Fink, in die Halle ein. Auf der Bühne angekommen, gab es dann gleich zwei Ehrungen. Conny Windler und Sabine Ziegler wurden für 44 Jahre Mitgliedschaft in der Narrenzunft Altenburg ausgezeichnet.

Schon 44 Jahre sind Conny Windler (links) und Sabine Ziegler in der Narrenzunft.
Schon 44 Jahre sind Conny Windler (links) und Sabine Ziegler in der Narrenzunft. | Bild: Ralf Göhrig

Es ist immer wieder beeindruckend, was die Altenburger auf die Bühne bringen, teils minimalistisch, teils bombastisch und (fast) immer mitreißend. Die Höhepunkte waren sicherlich der Auftritt der Löhrmariannele, die farbenfroh kostümiert ein Musical-Medley auf die Bühne brachten. Da blieb man fast sprachlos zurück.

Sinja Indlekofer von den Löhrmarianneli beim „König der Löwen“.
Sinja Indlekofer von den Löhrmarianneli beim „König der Löwen“. | Bild: Ralf Göhrig

Atemlos waren die Männer des Männerballetts nach ihrem begeisternden Auftritt. Das Männerballett hat eine erstaunliche Entwicklung genommen. Aus den klamaukhaften Anfängen ist mit den Jahren eine Truppe erwachsen, die beachtenswerte Choreografien auf die Bühne bringt.

Christina Unzicker schwebte als Tarzan durch den Urwald.
Christina Unzicker schwebte als Tarzan durch den Urwald. | Bild: Ralf Göhrig

Nicht vergessen werden darf Heike Raif, die nahtlos die Rolle des großen Büttenredners Robert Windler übernommen hat und mit scharfzüngigen Bemerkungen für zahlreiche Lacher gesorgt hat, aber auch zum Nachdenken anregte.

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