Die Alte Zollbrücke bei Rheinau ist am vergangenen Samstag nach zweimonatiger Vollsperrung wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Holzbrücke wird überwiegend von Einkaufstouristen aus dem Zürcher Weinland und Berufspendlern aus dem Jestetter Zipfel genutzt. Über die Rheinauer Brücke führt zudem die kürzeste Verbindung vom östlichen Kreisgebiet zur Schweizer Autobahn A4.

Durch einen unvorhergesehenen Wasserschaden am Brückentragwerk dauerten die Bauarbeiten drei Wochen länger als ursprünglich geplant. „Bei den zusätzlichen Arbeiten wurde alles planmäßig verbaut und abgenommen“, erklärte der Projektleiter Daniel Mühlethaler vom Tiefbauamt des Kantons Zürich. Lediglich das Gerüst muss noch abgebaut werden. Der Kanton Zürich hat den Zustand der Brücke mit der einzigartigen Holzkonstruktion für die nächsten Jahre wieder sichergestellt, während die deutsche Brückenzufahrt wohl im sanierungsbedürftigen Zustand bleiben wird.

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Insbesondere die Mauern außerhalb des eigentlichen Brückenbauwerks sind beschädigt und der Außenputz der Einfahrt sanierungsbedürftig. Wie Tobias Herrmann vom Landratsamt Waldshut auf Nachfrage bestätigte, sind die Mauern im Eigentum des Landkreises Waldshut. Aufgrund eines alten Genehmigungsentscheides sei jedoch das Unternehmen Energiedienst für die Steinbrücke auf deutscher Seite zuständig.

Der Energiedienst hat eine Anfrage dieser Zeitung jedoch an das Schweizer Energieunternehmen Axpo weitergeleitet, die für die Betriebsführung des Elektrizitätswerks Rheinau AG zuständig ist. Dessen Betriebsleiter Heinz Wildberger teilte mit, dass die Zuständigkeiten für die Arbeiten des Anschlussbauwerkes zwischen dem Landkreis Waldshut und dem Elektrizitätswerk Rheinau AG aufgeteilt sind und beide Parteien allfällige Arbeiten in Zusammenarbeit durchführen. „Auf deutscher Seite sind kleinere Reparaturarbeiten notwendig, der Zustand dieses Anschlussbauwerkes ist aber nicht kritisch“, betonte Wildberger.

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