Keine neuen Kredite, mehr Einnahmen und weniger Ausgaben. Der Rechnungsabschluss der Gemeinde Jestetten für das Haushaltsjahr 2020 fällt besser als erwartet aus. Das hob in der jüngsten Sitzung die Stimmung im Gemeinderat.

Kämmerin Carolina Mihailowitsch präsentierte mit einem Lächeln die Zahlen für das erste Corona-Jahr. Das ordentliche Ergebnis fällt gegenüber dem Ansatz mit 437.944 Euro um 1,23 Millionen Euro besser aus. Mit dem Sonderergebnis von 293.578 Euro bleibt gesamt ein Plus von 731.523 Euro. Angesetzt war ein Minus von 792.340 Euro. Die Rücklagen erhöhen sich von 250.534 auf 982.057 Euro. Mihailowitsch: „Das ist ein schönes Polster. Ich hoffe, wir können es beibehalten.“

Im Ergebnishaushalt erzielte die Gemeinde Einzahlungen aus der Verwaltungstätigkeit in Höhe von 13,24 Millionen Euro. Kalkuliert waren 12,44 Millionen Euro. Auf der anderen Seite verbucht die Kämmerin statt der angesetzten 12,21 Millionen Euro jetzt 11,1 Millionen an Auszahlungen. Somit bleibt ein Überschuss von 2,13 Millionen Euro. Der Ansatz lag bei 239.000 Euro. Auch die Investitionen bleiben mit 5,9 Millionen Euro unter dem Ansatz in Höhe von 6,2 Millionen Euro.

„Die Zahlen machen Mut für die Zukunft“, sagte Mihailowitsch. Aber sie hob dennoch den Zeigefinger und mahnte zur Vorsicht. Sie erhielt eine allgemeine Zustimmung im Ratsrund. CDU-Gemeinderat Lothar Altenburger bemerkte: „Wir haben 300.000 Euro mehr Gewerbesteuereinnahmen als geplant. Diesen Betrag haben wir nicht immer.“ Aber auch er sprach davon, dass die Gemeinde Jestetten beruhigt in die Zukunft schauen könne.