Nach mehr als 40 Jahren im allgemeinärztlichen Praxisbetrieb hat sich die Medizinerin Christa Mannig zur Ruhe gesetzt.

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In Stuttgart aufgewachsen, in Tübingen studiert und in Reutlingen die ersten medizinischen Erfahrungen gesammelt, verschlug es die Ärztin im Jahr 1980 in das ehemalige Zollausschlussgebiet. Das Ehepaar Mannig hatte geplant, die schwäbische Alb zu verlassen und sich in wärmeren Gefilden des Landes, nämlich am Hochrhein, anzusiedeln.

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Und hierbei kam ihnen die Initiative des damals neuen Lottstetter Bürgermeisters, Lothar Mülhaupt, entgegen. Dieser war angetreten, die Gemeinde zu modernisieren und zu einer modernen Gemeinde gehört auch eine Arztpraxis – etwas, das es seiner Zeit in Lottstetten nicht gegeben hat. Und so eröffnete die bodenständige Christa Mannig im August 1980 ihre eigene Praxis in Lottstetten. „Dass dies mit drei Töchtern überhaupt möglich war, gelang dank der Unterstützung durch die Familie Moog, die als Tageseltern unsere Kinder betreute“, sagte die Ärztin im Gespräch mit dieser Zeitung.

Christa Mannig (Zweite v.l.) als Notfallmedizinerin bei einer Übung in Altenburg.
Christa Mannig (Zweite v.l.) als Notfallmedizinerin bei einer Übung in Altenburg.

Im Frühjahr 2013 schloss Christa Mannig ihre Praxis in Lottstetten und wechselte in die Praxis ihres Kollegen, Thomas Asael, nach Jestetten. Damals gab es, durch den Bau des Ärztehauses, einen Umbruch und die medizinische Kompetenz wurde in diesem gebündelt.

Mehr Geräte und mehr Bürokratie

„Es hat sich in den vergangenen vierzig Jahren sehr viel im medizinischen Bereich verändert“, sagt Mannig und fügt an: „Heute gibt es viel mehr Geräte und deutlich mehr Bürokratie.“

Auch, wenn sich die 71-Jährige jetzt altershalber aus dem Berufsleben zurückgezogen hat, bleibt sie und ihre Erfahrung dem Jestetter Zipfel weiterhin erhalten. Als aktives Mitglied beim DRK-Ortsverein wird die Notfallmedizinerin auch weiterhin ihre Kompetenzen einbringen.