Traditionell wurde am Sonntag, Invocavit, dem ersten Sonntag in der Fastenzeit, der Partnerschaftstag zwischen der evangelischen Markuskirche Jestetten und der evangelischen Kirchengemeinde im Dranser Land in Brandenburg begangen. So sind die Gottesdienste hier wie da aufeinander abgestimmt. Leider konnten in Coronazeiten keine Lieder gesungen werden und somit entfiel dieses verbindende Element, doch die Gebete und Fürbitten waren in beiden Kirchen die gleichen. Die Jestetter hatten dabei das große Privileg – wenn schon kein gemeinsamer Gesang -, dass Matthias Flierl, Kantor des Kirchenbezirks Hochrhein, an der Orgel saß und spielte.

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Die Verbindung zur Gemeinde im Norden von Brandenburg besteht seit den 1950er Jahren, als der damalige Jestetter Pfarrer, Paul Marquardt, den Kontakt herstellte. Kurz nach dem Krieg und der deutschen Teilung wollten die jeweiligen Landeskirchen in dem gespaltenen Land ein Zeichen setzen und die Verbundenheit dokumentieren. Waren gegenseitige Besuche in Zeiten des kalten Krieges mühsam, erblühte die Verbindung der beiden Gemeinden nach dem Fall der Mauer. Leider musste der Besuch der Brandenburger im Vorjahr coronabedingt ausfallen. In solchen Zeiten sind Zeichen der Zusammengehörigkeit besonders wichtig. „Wir hoffen, dass wir unsere Freunde bald wieder sehen können“, stellte Pfarrerin Sibylle Krause fest.