Die evangelische Markusgemeinde macht sich auf den Weg, das Gemeindeleben vielfältiger zu gestalten. Aus diesem Grund stellte am Samstag Kirchenrat Axel Ebert, Leiter der Missionarischen Dienste der badischen Landeskirche, das Konzept der vitalen Gemeinde vor. Etwa 25 Gemeindeglieder nahmen an der Veranstaltung teil, die Interessantes über die eigene Gemeinde offenbarte und Möglichkeiten zeigte, wie die Gemeinde weiter entwickelt werden kann. „Gott hat noch viel mehr vor mit der Gemeinde“, sagte Ebert und ermutigte dazu, den Glauben an Jesus nach außen zu tragen.

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Seit dem Ende des 20. Jahrhundert haben die großen Kirchen mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen, doch es gibt auch Gemeinden, die gegen den Trend wachsen. Dies wurde in der englischen Diözese Durham bereits in den 1990 Jahren untersucht und dabei festgestellt, dass vitale Gemeinden sich durch sieben Besonderheiten auszeichnen. Dabei steht das Wort und der Wille Gottes im Mittelpunkt und die entsprechende, positive Haltung.

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Das Problem vieler Kirchengemeinden ist heute, dass große Teile der Bevölkerung nicht mehr erreicht werden, was weniger mit den Inhalten, sondern mit den Formen des Gemeindelebens zusammenhängt. Vieles, was vor 50 Jahren noch selbstverständlich war, ist heute für weite Gesellschaftsschichten nicht mehr nachvollziehbar. „Wir erreichen von den sieben gesellschaftlichen Milieus lediglich zwei bis drei“, konstatierte Ebert. Er warnte aber gleichzeitig davor, zu viele Projekte gleichzeitig zu starten und sich dabei zu verzetteln.

Neue Schwerpunkte

Die anwesenden Gemeindeglieder stimmten, nach einer ausgiebigen Analyse des gegenwärtigen Gemeindelebens, mit großer Mehrheit dafür, die Schwerpunkte der künftigen Gemeindearbeit in den Bereichen „Raum für alle“ und „Fragen, was Gott will“ zu setzen. Der Kirchengemeinderat erhielt den Auftrag, in den kommenden Monaten die Möglichkeiten auszuloten und dann umzusetzen. So könnte es eine Möglichkeit sein, Hauskreise zu etablieren, alternative Gottesdienstformen anzubieten oder mehr in die Jugend- und Familienarbeit zu investieren. Voraussetzung dabei sind Menschen, die dabei mithelfen und ihren Gaben entsprechend eingesetzt werden können. Dabei ist die Mitarbeit möglichst vieler Gemeindeglieder wünschenswert.

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