„Wir sind dann mal weg“, hieß es dieser Tage, als ein Tross von zwei Reisenden, zwei Pferden und einem Hund Jestetten verließ. Bei den beiden Reisenden handelt es sich um Stefan Schlossmacher, in Jestetten als „Schlossi“ bekannt, und seiner Freundin Maggie Appenzeller. Die beiden Pferde Stigur und Fögnudur sind, wie die Namen verraten, Isländer. Sie zeichnen sich durch sehr gute Geländegängigkeit und ein ruhiges Wesen aus. Begleitet werden sie von Hund Annie, welcher entweder nebenher läuft oder in einer Kiste auf einem der Pferde thront.

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Bereits vor der Zeit der Pandemie wollte sich die aus der Schweiz stammende Maggie einen Jugendtraum mit dieser dreimonatigen Tour erfüllen. Dazu suchte sie eine Begleitung, da sie die Reise nicht alleine angehen wollte. Über ihre Freundin Gabi Prétot von der Blue Ranch, welche direkt neben Jestetter Waldkindergarten liegt, bekam sie Kontakt zu „Schlossi“, und dieser sagte sofort zu.

Somit begannen die Planungen und Packversuche. Das Paar möchte zu Fuß mit den Pferden über den Schwarzwald in Richtung Elsass gelangen, ein Ziel werden auch die Vogesen sein. Geplant ist, auf Bauernhöfen, Pferdehöfen oder in Hängematten zu übernachten. Von dort aus sollen dann auch Reitausflüge unternommen werden.

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Die Pferdebesitzerin hat große Erfahrung im Umgang mit den Tieren, da sie Reitunterricht für Kinder anbietet und als Trainerin zum pferdegestützen Coaching in der Schweiz arbeitet. Stefan Schlossmacher fehlt die Erfahrung mit Pferden völlig. Er lebt aber sehr naturverbunden am Waldrand und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens mit Forstarbeiten und ist ein gefragter Mann, wenn herausfordernde Baumfäll-Arbeiten anstehen.

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Seit geraumer Zeit stellt er mit seinen Motorsägen und Schleifmaschinen wahre Kunstwerke aus Holz in der Neunkircher Straße her und wird dafür nicht nur von den Anwohnern und dem Waldkindergarten bewundert. Schlossi passt zudem auch auf den Waldkindergarten auf und ist immer da, wenn eine helfende Hand gebraucht wird.

In der letzten Woche standen die beiden Pferde auf einer Wiese in der Neunkircher Straße und manche Kinder kamen in den Genuss eines kleinen Ausritts und dem Kontakt zu den Tieren. Nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“, freuen sich die beiden Protagonisten auf den Kontakt mit Menschen, der Landschaft und der Natur und möchten ohne Unterstützung von Technik entschleunigen.