Einige Gemeinderäte monierten, dass in den Discountern weder die Abstandsregeln eingehalten noch Masken getragen werden. Viele Eidgenossen sind demnach offensichtlich der Meinung, dass die Maskenpflicht für sie nicht gelte. Insbesondere bei Aldi seien die Verhältnisse katastrophal, wie Henry Brückel (Grüne) kritisierte.

Das könnte Sie auch interessieren

„Wenn die Corona-Regeln nicht eingehalten werden, können diese Betriebe geschlossen werden“, gab Bürgermeisterin Ira Sattler zu wissen. Die Diskussion nahm an Fahrt auf und entwickelte sich in eine grundsätzliche Richtung. „Die ganzen Discounter im Jestetter Zipfel bringen den Einheimischen keine Wertschätzung entgegen“, schimpfte Raimund Hartmann (Grüne) und Katja Steinbeisser (CDU) gab sich erzürnt darüber, dass Jestetten in der öffentlichen Wahrnehmung als Billig-Einkaufort, das man nach dem Auffüllen des Kofferraums schnellstmöglich verlässt, gilt.

Das könnte Sie auch interessieren

Sie kritisierte ebenfalls, dass aus ihrer Sicht unverschämte Verhalten vieler Schweizer gegenüber den Einheimischen. „Jestetten hat doch viel mehr zu bieten, als Discounter„, stellte Steinbeisser fest. In diesem Zusammenhang will sich der Gemeinderat wohl damit auseinandersetzen, ob das Motto: „Jestetten, Brücke zur Schweiz„, vielleicht nicht durch ein positiver wahrgenommenes Motiv ersetzt, zumindest ergänzt werden kann. Immerhin befand sich in Altenburg die bedeutendste keltische Siedlung Süddeutschlands, was Jestetten-Altenburg als deutsche Keltenstadt prädestiniert.