Tafel und Kreide, Papier und Tinte. Das gibt‘s bald nicht mehr. Stattdessen bestimmen die digitalen Medien das Bild in den Klassenzimmern der Schulen. Whiteboard, Beamer, PC, Notebook, Tablet und so weiter heißen die neuen Lerninstrumente.

Eine halbe Million in den kommenden Jahren

Auch die Gemeinde Jestetten forciert an ihren Schulen den digitalen Fortschritt und muss dafür in den nächsten Jahren ordentlich in die Tasche greifen. Mehr als eine halbe Million Euro muss sie in den kommenden Jahren investieren, folgt man den jüngst dem Gemeinderat vorgelegten und einstimmig abgesegneten Medienentwicklungsplänen der Realschule und Schule an der Rheinschleife.

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Nachdenkliche Stille herrschte in der jüngsten Sitzung des kommunalen Gremiums, als Bürgermeisterin Ira Sattler in die Runde blickte, bevor sie zur Abstimmung bat. „Manch einer wird wegen den Kosten wohl geschluckt haben, aber wir haben bis jetzt schon viel verbaut“, beruhigte die Rathauschefin das Ratsrund. Mehr dazu gebe es in den Beratungen des Haushalts 2021.

20 Prozent übernimmt die Gemeinde

Durch den von Bund und Ländern 2019 geschlossenen Digitalpakt zur Verbessrung der digitalen Ausstattung an den Schulen im Land erhält die Gemeinde Jestetten insgesamt 336.000 Euro an Fördergeldern – 196.600 Euro für die Realschule, 139.400 Euro für die Werkrealschule. 20 Prozent der förderfähigen Kosten muss die Gemeinde übernehmen. Dabei sollen die Zuschüsse vornehmlich für die Ertüchtigung und baulichen Maßnahmen, weniger für Endgeräte, genutzt werden.

Lehrer berichten über gute Ausstattung

Obwohl für die Antragstellung zur Förderung nicht mehr zwingend notwendig, legten die Schulen detaillierte Pläne vor, in denen der Bestand sowie die notwendigen Beschaffungen und Baumaßnahmen in den Schulgebäuden dokumentiert sind. Die Leiter und IT-Spezialisten der Schulen berichteten über eine gute Ausstattung. Einzig in Sachen Netzwerkverbindungen muss die Gemeinde ihre Hausaufgaben machen.

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Die Probleme an der Realschule: Das WLAN ist zu schwach, es gebe noch kein Glasfasernetz. Um jedes Klassenzimmer mit einer konstanten Internetausstattung zu rüsten, müssen laut Plan alleine 310.000 Euro investiert werden. Die Verkabelung in Altenburg, als Außenstelle der Schule an der Rheinschleife, wird mit 41.000 Euro beziffert.

In der Summe müssten in den nächsten Jahren 409.000 Euro in die Realschule, rund 105.000 Euro in die Schule an der Rheinschleife investiert werden, wenn man die Posten der geplanten Neuanschaffungen und Baumaßnahmen zusammenzählt. Wobei die Kosten für Endgeräte enthalten sind.

Einige Arbeiten sind bei den laufenden Sanierungen bereits ausgeführt worden. Zum Beispiel wurden bei den Baumaßnahmen in der Schule an der Rheinschleife Kabeltrassen verlegt. Auch diese Maßnahmen können gefördert werden.