Mit einer Gesamtsumme in Höhe von 2.051.630 Euro hat der Gemeinderat die größte Einzelmaßnahme in seiner Geschichte auf den Weg gebracht. Für diese stolze Summe wird die Firma Behringer aus Hüfingen den ersten Abschnitt der Sanierung der Dietenbergstraße ausführen. Hierbei ist geplant, die Kanalisation zu erneuern, was äußerst umfangreiche Erd-, Rohrverlegungs- und Straßenbauarbeiten beinhaltet.

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Ingenieur Ralf Mülhaupt stellte die Maßnahme nochmals im Gremium vor und erläuterte die Vorgehensweise. Demnach wird der südliche Bauabschnitt wiederum in drei Abschnitte unterteilt. Begonnen wird im Lerchenweg, dann folgt der unterste Teil der Dietenbergstraße und schließlich der Bereich bis zur Brückenstraße. Im zweiten Bauabschnitt folgt der nördliche Gebiet der längsten Lottstetter Erschließungsstraße.

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Diskussionen gab es im Gemeinderat über die Ausgestaltung der Gehwege. Bislang ist die Situation unbefriedigend. Bei der Bahnunterführung fehlt das Trottoir komplett. Jetzt ist vorgesehen, die Fahrbahn bei der Unterführung auf eine Breite von gerade mal vier Metern zu verengen und auf der südlichen Seite der Straße einen durchgehenden Gehweg zu bauen. Hierzu soll auch der Brunnen in der Bahnhofstraße mit einbezogen werden. „Der Brunnen muss sowieso renoviert werden und mit der Einbeziehung in den Gehweg kommt er viel mehr zur Geltung“, befand Bürgermeister Andreas Morasch.

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Aus Sicherheitsgründen bleibt der nördliche Gehweg unterhalb der Unterführung auf einer gewissen Länge bestehen. Der neue Gehweg auf Höhe des Restaurants wird deutlich ausgebildet, damit soll das Zuparken verhindert werden.

Die Verkehrsinseln bei der Unterführung als auch bei der Einfahrt in die Dietenbergstraße von der Hauptstraße aus werden verschwinden. „Insbesondere die obere Insel, bei der man nie weiß, auf welcher Seite man eigentlich herum fahren soll, ist kein Verlust“, stellte Ralf Mülhaupt fest. Die Nachfrage von Urban Rehm, ob die Durchfahrtshöhe der Unterführung erhöht werden könne, musste er verneinen. „Hier werden allenfalls ein paar Zentimeter gewonnen.“

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Schließlich stimmte der Gemeinderat einstimmig für die Vergabe und den Beginn des Projekts. „Wir schaffen hier etwas richtig Tolles“, versicherte Bürgermeister Morasch den zahlreich in der Sitzung vertretenen Anwohnern.

Zur Sanierung: Die Dietenbergstraße ist mit rund einem Kilometer Länge die längste Erschließungsstraße Lottstettens. Coronabedingt hat sich der Baubeginn der rund zwei Millionen teuren Sanierungsmaßnahme, die gut ein Jahr dauern soll, um rund drei Monate verschoben. Grund der Sanierung der Dietenbergstraße ist die Anpassung des Abwasserkanals auf die gestiegene Einwohnerzahl.