Der Gemeinderat Lottstetten hat die Bilanz 2019 für den Gemeindewald gebilligt. Es wurde zwar ein Verlust von rund 26.000 Euro ausgewiesen, allerdings lag der Einschlag nur bei gut der Hälfte des Planes. Dies lag am Borkenkäfer. Nach den regulären Laubholzhieben im ersten Quartal des Jahres beschlossen die Verantwortlichen, die weiteren, geplanten Abholzungen zu verschieben, in der Annahme, es gebe einen größeren Käferholzanfall.

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Allerdings ist der Fichtenanteil sehr gering, sodass es dem Schädling nicht gelang, diese Nadelhölzer zu finden. Das Kreisforstamt beschloss im vergangenen Herbst mit Bürgermeister Andreas Morasch, das noch fehlende Holz im Winter zu schlagen. Die Verbuchung erfolgte jedoch erst auf das Jahr 2020.

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Der Gemeindewald Lottstetten umfasst rund 230 Hektar und ist von Laubholz geprägt. Die Fichte hat einen Anteil von weniger als fünf Prozent. Der Fokus der Forstarbeit lag auf Kulturen und Jungbeständen: Es wurden rund 20 Hektar Jungbestände bei der Nacker Mühle gepflegt, die in Folge des Orkans „Lothar“ vor gut 20 Jahren entstanden waren, und außerdem der Waldumbau vorangetrieben. Mehr als die Hälfte der Ausgaben für den Gemeindewald entfielen auf die Pflege des Jungwaldes.

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Eine Diskussion hatte es im Sommer wegen der Fällung von Bäumen auf der Rheinuferwiese gegeben. Tom Drabinski, Leiter des östlichen Forstgebietes beim Kreisforstamt, erläuterte das damalige Vorgehen. Eine Untersuchung hatte demnach ergeben, dass einige der Weiden bereits komplett abgestorben waren, andere deutliche Beeinträchtigungen in der Krone zeigten.

Diese Weide auf der Uferwiese an der Gieße war kompeltt abgestorben, weshalb sie gefällt werden musste, um Gefahr für Leib und Leben auszuschließen.
Diese Weide auf der Uferwiese an der Gieße war kompeltt abgestorben, weshalb sie gefällt werden musste, um Gefahr für Leib und Leben auszuschließen. | Bild: Ralf Göhrig

„Hier war Gefahr im Verzug, weshalb die Maßnahme in Absprache mit der Verwaltung rasch umgesetzt wurde“, erklärte Drabinski. Die Gemeinde informierte rasch über ihre sozialen Medien. „Aber da gibt es natürlich immer Verbesserungsmöglichkeiten, konstatierte Bürgermeister Morasch. Doch in der Sache sei das Vorgehen richtig gewesen. Morasch kündigte an, dass dort in Kürze neue Bäume gepflanzt werden.

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